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Monschau siegt zum dritten Mal in Folge (21. November 2010)

Bürgerschützen Montjoie entschieden das 54. Vergleichsschießen mit Gemünd für sich
 
Gemünd. Am vergangenen Sonntag trafen die Bürgerschützenvereine aus Monschau und Gemünd zum mittlerweile 54. Mal aufeinander, um sich bei einem freundschaftlichen Vergleichsschießen im Kleinkaliber-Wettbewerb zu messen. In einem bis zum Schluss sehr spannenden Wettkampf konnten die Monschauer Schützen aus Gemünd einen Sieg mit nach Hause nehmen.
Nachdem sie im letzten Jahr in Monschau gesiegt hatten, mussten die Sportschützen nun auswärts ran, um bei einem möglichen dritten Sieg in Folge den begehrten Pokal behalten und im eigenen Vereinsheim aufstellen zu können.

Ausgelassene Stimmung
Ausgelassene Stimmung

Die Monschauer Schützen kamen in Begleitung ihres Vereinspräsidenten Georg Kaulen, des Geschäftsführers Ralf Kaulen und ihres diesjährigen Schützenkönigs. Seine Majestät Heinz I. (Mertens) hatte im Vorfeld sogar fleißig trainiert, denn das Schießen mit Sportgewehren unterscheidet sich vom Vogelschuss mit der Donnerbüchse doch sehr. Auch Jungschützenkönig Joshua I. (Thelen) nutzte die Gelegenheit und sammelte seine ersten Wettkampferfahrungen. Ehrenmitglied Christian Waldeck, der ja schon als altgedientes Mitglied der Schießsportgemeinschaft zahlreiche Vergleichsschießen bestritten hatte, stieg ebenfalls in den Ring.
Bei dem Aufeinandertreffen der Vereine wird über eine Distanz von 50 Metern mit Kleinkaliber-Matchgewehren geschossen, jeweils fünf Schuss stehend-aufgelegt und liegend. Beide Vereine können bis zu 15 Schützen in den Wettkampf schicken, die jeweils zehn besten Ergebnisse gehen in die Wertung ein. Von daher waren die Monschauer dieses Mal nicht allzu optimistisch, denn ihre Mannschaft musste auf einige gute Schützen verzichten.
Ernst Mauel, der Schatzmeister der Gemünder Schützen, begrüßte seine Gäste mit launigen Worten. Jeder der Vereine habe in den letzten Aufeinandertreffen zweimal hintereinander gewonnen, nun „geht es um die Wurst!“ Hier musste er allerdings von Georg Kaulen korrigiert werden, der darauf hinwies, dass ja dreimal in direkter Folge gewonnen werden müsse, wenn man den Pokal sein eigen nennen wolle. Er und Ernst Mauel wünschten allen Teilnehmern „Gut Schuss und eine ruhige Hand.“

Die Wertungsrichter bei der Arbeit
Die Wertungsrichter bei der Arbeit

Während noch einige Schützenfreunde das jährliche Wiedersehen feierten, begaben sich die ersten Teilnehmer des Wettkampfs in den Schießstand, um dort ihr Bestes zu geben. Die jeweils erzielten Ergebnisse wurden auf einer Tafel festgehalten, so dass das Publikum Zeuge eines Kopf-an-Kopf-Rennens wurde, das dann am Ende doch mit 15 Ringen Vorsprung für Monschau entschieden wurde. Mit 903 zu 888 Ringen gewannen die Bürgerschützen Montjoie, was auch daran lag, dass nicht wenige der Schützen über 90 von 100 möglichen Ringen schossen. „In der Einzelwertung“, wies Mauel in seiner Gratulationsrede hin, „haben wir aber die Nase vorn!“ Er bezog sich damit auf das großartige Ergebnis des Gemünder „Oldtimers“ Rudi Wiedemeyer mit 96 von 100 möglichen Ringen. Wiedemeyer schießt seit 51 Jahren mit und ist seitdem fast immer auf den ersten Plätzen zu finden. Die besten Monschauer Schützen waren Christopher Stollenwerk und Andreas Leis mit jeweils 94 Ringen.

Ergebnis

Mannschaft Gemünd Stehend Liegend Wertung Mannschaft Monschau Stehend Liegend Wertung
Wiedemeyer Rudi 49 47 96 Stollenwerk Christopher 46 48 94
Müller Manfred 47 46 93 Leis Andreas 47 47 94
Wiedemeyer Rolf 45 45 90 Dick Peter 47 46 93
Jäger Robert 46 43 89 Dick Ulrich 46 47 93
Mauel Ernst 43 45 88 Schell Tobias 47 45 92
Müller Markus 43 45 88 Stollenwerk Klaus 45 46 91
Maeding Reinhard 43 44 87 Waldeck-Dick Danya 44 45 89
Hickertz Axel 45 41 86 Breuer Christoph 44 43 87
Golbach Udo 45 41 86 Egerland Harald 41 46 87
Schmitz Rainer 40 45 85 Lerch David 44 39 83
Summe     888 Ringe       903 Ringe


Weil der Wanderpokal nun für immer in Monschau bleibe, erklärte Heinz Mertens strahlend, sei es ihm eine große Freude, die nächste Trophäe für die zukünftigen Vergleichswettkämpfe zu spenden.

Die Monschauer Schützen sind der alten Favoritenrolle wieder einmal gerecht geworden. 42 Monschauer Siege stehen nun 12 Erfolgen der Schützenbrüder aus Gemünd gegenüber. Ernst Mauel hatte übrigens recherchiert, dass ein so hohes Ergebnis im 900er-Bereich zuletzt im Jahr 2005 von den Monschauern erzielt worden sei. Er vergaß freundlicherweise zu erwähnen, dass die Gemünder ein Jahr später ebenfalls diese Marke knackten; sie gewannen damals mit 905 zu 874 Ringen. Was die jährlichen Aufeinandertreffen der Vereine so packend macht: Auch wenn die Monschauer insgesamt wesentlich mehr Siege verbuchen konnten, so sind die letzten Wettkämpfe doch immer ziemlich knapp ausgegangen. Hier sind zwei Vereine, die sich durchaus auf Augenhöhe begegnen.

Siegerehrung
Siegerehrung

 

Was mindestens ebenso, wenn nicht viel wichtiger ist: Das Band der Freundschaft zwischen den Vereinen wird mittlerweile immer enger geknüpft. So hatte im Januar dieses Jahres eine Abordnung von 25 Monschauer Schützen ihre Gemünder Freunde auf ihrem großen Familientag besucht. Diese bedankten sich mit einem Gegenbesuch in Monschau auf dem Hubertusessen der Bürgerschützen Anfang dieses Monats. Wenn also auch der sportliche Teil des Wettkampfs von beiden Vereinen durchaus ernst genommen wird, so steht die Freundschaft doch eindeutig im Zentrum der jährlichen Begegnungen.