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Heinz Mertens ist neuer König der Bürgerschützen (10. bis 14. September 2010)

Königspaar Heinz I und Gattin Rita
Das neue Königspaar Heinz I. (Mertens) mit Gattin Rita

Das Vogelschießen war der Höhepunkt der Monschauer Kirmes

Monschau. Der Monschauer Kirmessonntag brachte der Altststadt einen Regierungswechsel der besonderen Art: Nach einem harten Kampf konnte sich Heinz Mertens beim Vogelschuss durchsetzen und erfüllte sich mit der Königswürde einen lang gehegten Schützentraum.

Als die scheidende Majestät Tobias I. (Schell) mit dem Trommler- und Pfeiferkorps in den frühen Morgenstunden die Stadt aufweckte, da lachte noch die Sonne, und der Himmel versprach schönstes Kirmeswetter. Allein Petrus meint es nicht allzu oft gut mit den Monschauern, und so verwandelte sich der Tag in ein unwirtliches Grau und ließ Böses ahnen. Dennoch zogen die Schützen am Nachmittag mit Musik und den befreundeten Vereinen zur Burgau, um dort wie jedes Jahr die alte Majestät zu verabschieden und die neue zu ermitteln.

Eine Sensation bot sogleich das Eröffnungsschießen. Der stellvertretende Bürgermeister Peter Theißen war für die verhinderte Margareta Ritter erschienen, um den Ehrenschuss für den Bundespräsidenten abzugeben. Er traf zielgenau den Kopf des massiven Holzvogels. Vereinspräsident Kaulen zeigte jedoch, dass er ihm hinsichtlich der Treffgenauigkeit in nichts nachstand: Er traf mit seinem Schuss das Zepter. Auch Tobias I. zeigte mit seinem Ehrenschuss noch einmal, welche Qualitäten ihn letztes Mal zum König hatten werden lassen: Mit einem gut gezielten Schuss verlor der Vogel nun auch den Reichsapfel. So treffsichere Eröffnungsschüsse hatte es bislang noch nie gegeben!

Beim eigentlichen Wettkampf schälten sich nach fünf geschossenen Durchgängen sechs ernsthafte Aspiranten aus dem Bewerberfeld heraus, die sich auch von einsetzendem Regen nicht von ihrem Ziel abbringen ließen: Bernd Maaßen, John Havinga, Klaus Stollenwerk, Marcel Marbaise, Theo Trimborn und Heinz Mertens. Mit dem 114. Schuss fiel die Entscheidung: Monschau hatte einen neuen König! Bei seinem zehnten ernsthaften Versuch, die Königswürde zu erlangen, war Heinz Mertens endlich erfolgreich gewesen und konnte überglücklich die Arme hochreißen.

Paradenabnahme
Heinz I. schreitet die Parade ab

Der Weg durch die Altstadt geriet zum Triumphzug. Die vielen strahlenden Gesichter und der große Jubel der Bevölkerung zeigten die Beliebtheit des gebürtigen Monschauers. Bei der anschließenden Inthronisation im Kolpinghaus sprach Vereinspräsident Georg Kaulen dann auch von einem "verdienten König". Heinz Mertens musste den Schützen und den weiteren Anwesenden nicht erst vorgestellt werden. In vielen Vereinen aktiv, ist der Gemeindekämmerer Roetgens den Schützen besonders und nicht allein durch sein Amt als Vizepräsident der Bürgerschützen Montjoie verbunden. In seiner ersten Rede als König dankte er allen, die ihn unterstützt hatten, vor allem "den Bürgern von Monschau, die den Zug gesäumt und den zahlreichen Wirten, die den Zug verlängert haben". Auch seinen Mitaspiranten dankte er für den sportlichen Wettkampf: "So machet Spaß!"

In seiner Eigenschaft als Ortsvorsteher übermittelte Georg Kaulen seinem Vize die besten Glückwünsche der Stadt. "Manchmal", so Kaulen mit einem süffisanten Lächeln, "ist es eben doch nur ein kleiner Schritt vom Kämmerer der kleinen Gemeinde Roetgen zum König der großen Stadt Monschau." Im Kolpinghaus wurde noch lange und mit tatkräftiger Unterstützung der Musikvereinigung Montjoie und des Trommler- und Pfeiferkorps gefeiert. Am Montag folgte der feierliche Königsball im Bischof-Vogt-Haus. Den Abschluss schließlich fand das Fest am Dienstag mit dem allseits beliebten Königsfrühschoppen.