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Die Rückkehr des Rekordmeisters

Präsident Georg Kaulen und Vereinsmeister Peter Dick

Auf der Jahressiegerehrung erhält Peter Dick (fast) alle Titel und Pokale
(27. August 2011)
 

Monschau. Die Ergebnisse der vergangenen Saison bei der Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Der überragende Sieger heißt Peter Dick. Bis auf die persönliche Steigerungstafel konnte er alle Wettkämpfe für sich entscheiden.

Zahlreicher als im vergangenen Jahr waren die Schützen erschienen und richteten sich auf einen gemütlichen Abend ein. Das Fassbier spendierte der Schießleiter der Sportschützen, Peter Dick, und vom Familienwandertag war auch noch etwas Grillgut übrig geblieben, das man nun „verbraten“ wollte.

Hermann-Josef Offermann und Helga, Präsident Georg Kaulen und Petra

 


Gekommen war auch die amtierende Majestät Heinz I. (Mertens), mitgebracht hatte sie ihre beiden Adjudanten, Vereinspräsident Georg Kaulen und Hermann-Josef Offermann, die beide mit Begleitung erschienen waren.

Vizepräsident Heinz I. Mertens und Rita, Präsident Georg Kaulen und Petra

 

Heinz I. hatte in der vergangenen Saison immer wieder einmal die Sportstätte aufgesucht und das Schießen mit Kleinkaliber trainiert. Er betonte, auch in der nächsten Zeit das eine und andere Mal üben zu werden, was die Mitglieder der Schießsportgemeinschaft natürlich gerne hörten – ein wahrer Schützenkönig eben!

Die Siegerehrung entwickelte sich dann fast zu einem „Sololauf“: Peter Dick gewann, abgesehen von der Steigerungstafel, sowohl die Meisterschaft als auch alle (!) Pokale mit meist deutlichem Abstand. Präsident Georg Kaulen freute sich, ihm den Pokal des Vereinsmeisters übergeben zu können: „Als Vizepräsident habe ich ihn dir bereits ein paar Mal ausgehändigt“, so Kaulen, „nun kann ich ihn dir zum ersten Mal auch als Präsident der Bürgerschützen überreichen.“ In der höchsten Schießklasse („S“) gewann der Schießleiter überragend mit 1890 Ringen vor Georg Foerster (1854 Ringe) und dem Sieger des Vorjahres Klaus Stollenwerk, der mit 1834 erzielten Ringen den dritten Rang einnahm. Auf dieselbe Ringzahl brachte es Harald Egerland und gewann damit die zweite Schießklasse („A“). Ihm gelang damit der Aufstieg in die Klasse „S“. Den zweiten Rang markierte Ulrich Dick mit 1815 Ringen. Ihm folgten Christoph Breuer (1765 Ringe) und Martin Goffart (1695).

Siegerfoto v.l.n.r: Präsident Georg Kaulen, Jahressieger Harald Egerland (Schießklasse A) und Peter Dick, Vizepräsident Heinz I. Mertens, Jahressieger Christopher Stollenwerk (Schießklasse B)

Sieger in der Schießklasse B: Christopher Stollenwerk

In der untersten Schießklasse „B“ gelang Christopher Stollenwerk mit 1781 erzielten Ringen der Aufstieg in die Schießklasse „A“.

In der Altersklasse (Schützen ab dem 60. Lebensjahr) trat in diesem Schießjahr kein Schütze an.

Normalerweise ist der Dreistellungskampf (liegend, kniend, stehend – jeweils Freihand) immer sehr offen, aber in dieser Saison war auch hier die Überlegenheit Peter Dicks für alle spürbar. Mit 380 Ringen fiel sein Sieg sehr deutlich aus. Es folgten ihm Christoph Breuer (321 Ringe) und Martin Goffart (317).

Parallel zur Meisterschaft schossen die Sportschützen in ihren Schießklassen auch den Trainingspokal aus, bei dem die fünf besten Ergebnisse (jeweils stehend-aufgelegt und liegend-freihändig) gezählt werden.

In der „S“-Klasse gewann Peter Dick mit 485 Ringen vor Georg Foerster (478), in der „A“-Klasse gewann Harald Egerland (480 Ringe) vor Christoph Breuer (444).

Christoph Breuer überreicht den Marcel-Pokal an Peter Dick

 

Auch alle weiteren Pokale gingen an den Schießleiter.
Den Marcel-Pokal erreichte er mit stolzen 196 von 200 möglichen Ringen, den Gemünd-Pokal, der nach denselben Regeln ausgeschossen wird wie bei dem Vergleichsschießen mit den Gemünder Sebastianusschützen, erlangte er mit 95 von 100 möglichen Ringen. Für die Monschauer wäre es nicht ungünstig, wenn er sich bis November diese Topform erhalten würde, denn dann geht es wieder gegen Gemünd; diesmal werden die Bürgerschützen die Gastgeber sein.

 

 

Selbst beim „Charly“-Pokal, bei dem man auf die Rückseite der Scheibe schießen muss, erzielte er 48 von 50 Ringen, was seine Kollegen mit dem Satz „Das ist schon fast unverschämt“ schmunzelnd kommentierten.

Christopher Stollenwerk und die Steigerungstafel

Lediglich bei der Steigerungstafel, die die persönliche Steigerung des Schützen im Vergleich zur Vorjahresleistung bewertet, erreichte Dick „nur“ den zweiten Platz. Über sie freute sich Christopher Stollenwerk, der sich um 90 Ringe verbessern konnte.

 

Auf Leistungsorden haben in diesem Jahr zwei Schützen geschossen. Peter Dick hatte in seiner Sammlung noch der Sonderorden III im Liegendschießen gefehlt: diese Lücke ist nun geschlossen. Harald Egerland holte sich in derselben Disziplin den Sonderorden I. Er war auch der einzige Schütze, der in diesem Jahr auf Leistungsplaketten (Liegend- und Stehend-Ergebnisse) schoss, hier erreichte er Silber.

Harald Egerland und Christopher Stollenwerk mit "Frittenpokal"

 

Und einen Pokal der ganz besonderen Art gab es diesmal zu feiern: den Frittenpokal! Geboren im Scherz und eher eine Verabredung zweier Schützen, dass der eine dem anderen eine Portion Pommes Frites ausgeben müsse, hatte der Schießleiter Tatsachen geschaffen: Zu ihrer größten Überraschung erhielten Christopher Stollenwerk und Harald Egerland liebevoll gebastelte Frittenpokale überreicht – eine gelungene Überraschung und ein toller Spaß!

Der Ehrenteller für Peter Dick

Als die Siegerehrung eigentlich beendet war und nur noch das obligatorische Siegerfoto geschossen werden musste, da hatten die Mitglieder der Schießsportgemeinschaft ebenfalls noch eine Überraschung für ihren Schießleiter parat. „Manchmal ist das hier im Vereinsheim wie bei den Heinzelmännchen“, erläuterte Christoph Breuer in seiner Laudatio, „da wird an vielen Stellen gewerkelt und gedreht, und wieder ist es in Ordnung gebracht. Und ganz im Stillen hat Peter wieder viel Zeit und Arbeit investiert. Wir von der „Schießsport“ wissen, dass solch ein Engagement rund um den Schießbetrieb und um das Vereinsheim nichts Selbstverständliches ist. Und das wollen wir heute auch zum Ausdruck bringen.“ Sprach’s und überreichte dem neuen Vereinsmeister einen Ehrenteller. Das war schon ein feierlicher Moment, als sich alle Anwesenden erhoben und dem Schießleiter applaudierten!

Für das Siegerfoto jedenfalls benötigte Peter Dick ein Tablett, sonst hätte er die ganzen Pokale nicht halten können. Den Trainingspokal hatte er schon dem Sieger der Klasse „A“ überlassen.

Und so klang die Siegerehrung langsam aus. Es war ein lustiger, ein harmonischer und langer Abend im Vereinsheim, bei dem viele Runden gegeben wurden. Wenn es auch am Ende fast nur einen Sieger gab, so kann man doch von einer erfolgreichen Saison sprechen, denn nicht wenige Schützen hatten sich persönlich verbessert. Das einzige, was sie sich wünschen, ist, dass die Gruppe der Sportschützen größer wird. Vielleicht „verirrt“ sich ja doch einmal der eine oder andere Bürgerschütze in sein Vereinsheim; er kann sich da gerne ein Beispiel am (noch) amtierenden Schützenkönig nehmen!