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Klaus Stollenwerk neuer Vereinsmeister der "Bürgerschützen Montjoie" (4. September 2010)

Unser Bild zeigt neben Vereinsmeister Klaus Stollenwerk (rechts) und Vereinspräsident Georg Kaulen (2.v. links) die erfolgreichen Schützen der Saison 2009/2010

Die Schießsportgemeinschaft feiert ihre Ergebnisse auf der diesjährigen Siegerehrung

Monschau. Wie die Bundesliga einen FC Bayern München hat, so hat die Schießsportgemeinschaft der „Bürgerschützen Montjoie“ einen Peter Dick: Elfmal konnte er seit 1997 den Meisterpokal mit nach Hause nehmen. Von daher ist der diesjährige Sieg Klaus Stollenwerks sicher ein historischer. Nach 15 Jahren konnte er seinen insgesamt vierten Meisterschaftstitel einfahren und ist damit nach Peter Dick (11) und Gerd Boschan (9) der erfolgreichste Schütze seit Einführung der Schießordnung aus dem Jahr 1977.

Vergangenen Samstag schloss die Schießsportgemeinschaft des Monschauer Schützenvereins die Saison mit einer würdigen Feier ab, die wie immer vom Schießleiter Peter Dick unter Mithilfe Klaus Stollenwerks gestaltet wurde. Moderator Dick und auch der anwesende Vereinspräsident Georg Kaulen zeigten sich durchaus etwas betroffen über den doch "sehr kleinen Kreis" der Erschienenen. Präsident Kaulen hielt eine kurze Rückschau auf den Familientag der Schützen, auf dem die Monschauer Jugend aufgefordert war, sich mit dem Luftgewehr um das Amt des Jungschützenkönigs zu messen. Auch wenn nicht allzu viele der Aufforderung gefolgt seien, so befände man sich "zunächst aber doch auf dem richtigen Weg". Um die Attraktivität des Schießsports einer breiteren Öffentlichkeit und vor allem auch Jugendlichen zu vermitteln, stellte Schießleiter Dick Überlegungen an, die Trainingssonntage durch "lockere Schießspiele", in denen nicht immer der Wettkampf im Vordergrund stehe, ein wenig umzugestalten. Auch formulierte er einige interessante Gedanken zur Professionalisierung des Trainings.

Nun wendete man sich den Ergebnissen der Saison zu: Fast ein Jahr lang wurde in Meisterschaft und Pokalschießen um Ringzahlen gekämpft. Die Sportschützen schießen Kleinkaliber über eine Distanz von 50 Metern, vorwiegend stehend-aufgelegt und liegend. Die zehn besten Meisterschafts-Ergebnisse gehen in die Wertung ein.

In der höchsten Schützenklasse „S“ siegte Klaus Stollenwerk mit 1863 Ringen, knapp gefolgt von Peter Dick (1854 Ringe) und Georg Foerster (1849). In Anbetracht der Dominanz des Rekordmeisters kann dieser Ausgang sicher als kleine Sensation gewertet werden. Der Sieger kündigte für die kommende Saison kämpferisch an: "Ich werde versuchen, meinen Titel zu verteidigen!" Spannend entwickelte sich auch der Wettkampf in der nächsthöheren Klasse „A“. Dort belegte Harald Egerland den ersten Platz mit 1803 Ringen vor Ulrich Dick (1788 Ringe) und Christoph Breuer (1753). Die dritte Schießklasse „B“ schloss Christopher Stollenwerk mit 1691 erzielten Ringen ab.

Über die Steigerungstafel freute sich Harald Egerland. In seiner zweiten Saison konnte er sein Meisterschaftsergebnis um 57 Ringe verbessern. Ihm folgten Klaus Stollenwerk (29 Ringe) und Martin Goffart (2).

Den 3-Stellungskampf (drei Ergebnisse Stehend-Freihand, Liegend-Freihand und Kniend-Freihand-Anschlag) gewann Christoph Breuer mit 345 Ringen vor Martin Goffart (339 Ringe).

Darüber hinaus schossen die Mitglieder der Schießsportgemeinschaft auch auf diverse Pokale. Begleitend zur Meisterschaft werden beim Trainingspokal die fünf besten Trainingsergebnisse gewertet (stehend-aufgelegt und liegend). In der Klasse "B" erreichte Christopher Stollenwerk 466 Ringe. Die Klasse "A" gewann Harald Egerland mit 471 Ringen vor Christoph Breuer (451 Ringe), die "S"-Klasse sicherte sich Georg Foerster mit 472 Ringen.

Der Gemünd-Pokal, der nach denselben Bedingungen wie beim Vergleichsschießen mit den Gemünder Schützen ausgetragen wird (ein Ergebnis stehend-aufgelegt und liegend), ging mit 94 von 100 möglichen Ringen an Peter Dick. Er durfte ebenfalls den kuriosen Charly-Pokal, bei dem auf die Rückseite der Wettkampfscheibe geschossen wird, mit nach Hause nehmen. Den Pokal des Ex-Königs Marcel (zwei von drei Ergebnissen stehend-aufgelegt und liegend) erhielt in diesem Jahr Harald Egerland. Er war auch der einzige Schütze, der in diesem Jahr auf Leistungsorden und –plaketten geschossen hatte. Den Orden im Liegendschießen holte er sich gleich in Bronze, Silber und Gold. Beim Schießen auf die Plakette (stehend-aufgelegt und liegend) erreichte er Bronze.

In gewohnter Weise folgte der Siegerehrung ein ausgesprochen gemütlicher Teil mit Würstchen und Kaltgetränken. Wie im letzten Jahr bleibt trotz eines gut organisierten Saisonendes in freundlich-geselliger Atmosphäre das Bedauern über eine relativ geringe Teilnahme.

Die aktiven Schützen freuen sich dennoch schon jetzt auf die kommende Saison; sie verspricht äußerst spannend zu werden, wenn Peter Dick die Rückeroberung des ersten Platzes und damit seinen 12. Titel anvisiert.