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Wild und Wein und viele Gäste (6. November 2010)

Ein volles Bischof-Vogt-Haus
Ein volles Bischof-Vogt-Haus

Hubertusessen im Bischof-Vogt-Haus ein großer Erfolg

 Monschau.  Wegen allzu vieler Vorbestellungen mussten die „Bürgerschützen Montjoie“ in diesem Jahr mit ihrem Hubertusessen ins Bischof-Vogt-Haus umziehen. Gemeinsam mit Familien und Freunden feierte der Traditionsverein Monschauer Lebensfreude.

„Fast hätten wir die Hundertermarke geknackt“, erzählt Ralf Kaulen, der Geschäftsführer der Bürgerschützen, „und hätte es keine Absagen gegeben, dann wäre es eng geworden!“ Deshalb hatte sich auch der Vorstand bei den Planungen dafür entschieden, die Veranstaltung dieses Mal vom Kolpinghaus ins Bischof-Vogt-Haus zu verlegen. Das Hubertusessen ist keine geschlossene Vereinsveranstaltung; die Bürgerschützen legen großen Wert darauf, dass die gemeinsame Feier für alle offen sein soll – nicht nur für Monschauer. Und so war auch eine kleine Abordnung der befreundeten „Sebastianusschützen 1699“ aus Gemünd erschienen. Die amtierende Majestät Heinz-Willi Fedder hatte es sich nicht nehmen lassen, mit seiner Familie den Besuch der Monschauer auf dem Familientag vom Januar dieses Jahres zu erwidern.

Und noch weitere Schützen waren angereist: Fast 20 Mitglieder des Volks- und Heimatvereins Laach, eines traditionsbewussten Schützenvereins aus der näheren Umgebung Grevenbroichs, waren über die Monschau-Touristik auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und hatten sich gleich bei Ralf Kaulen angemeldet. Regimentsoberst Richard Hanke hatte seinen Jägerzug „Laacher Jonge“ nach Monschau geführt und war dabei vom Königspaar Wilfried und Kitty Oehmen begleitet worden.

Königin Rita zieht Lose
Königin Rita zieht Lose

 

 

Das schmackhafte Essen hatte diesmal Peter Kraemer, Schützenbruder und Wirt der Gaststätte „Zum Haller“, besorgt: Wildgulasch für die Wildfreunde, Rindergulasch für alle, die zwar die Gemeinschaft, weniger aber die saisonale Wildspeise mögen. Für die Getränke sorgte ein freundliches Thekenteam der Musikvereinigung Montjoie.

Bei der allseits beliebten Tombola gab es erneut viele attraktive Preise, gespendet von großherzigen Monschauer Geschäftsleuten, die damit wieder einmal ihre Verbundenheit zum vaterstädtischen Verein demonstriert hatten; auch die Ex-Könige waren der Tradition gefolgt und haben dem Verein schöne Geschenke geschnürt. So winkten neben lustigen Kleinpreisen zum Beispiel auch Übernachtungsgutscheine in diversen Filialen der Steigenberger-Hotels. Die amtierende Königin Rita zog die Gewinnerlose, Schatzmeister Dietmar Gonnermann, Schießmeister Christoph Breuer und Corinna Griesbach brachten die begehrten Preise zu den glücklichen Gewinnern.

Marcel Marbaise und sein Hauptgewinn
Marcel Marbaise und sein Hauptgewinn

Über den Hauptgewinn jubelte Marcel Marbaise: Er musste am Ende schwer tragen, als er den 32-Zoll-Fernseher mit nach Hause nehmen durfte.

Zwischen den Tombola-Runden sorgte Ehrenmitglied Christian Waldeck mit Stimmungs-und Partyhits dafür, dass immer wieder das Tanzbein geschwungen werden konnte. Vereinspräsident Georg Kaulen heiterte das Publikum mit unterhaltsamen Spielen auf.

Einer der Höhepunkte des Abends neben Essen und Tombola war sicherlich die Verkündung des Präsidenten: „Die Bürgerschützen Montjoie sind ab heute online!“ Die Gäste erhielten kleine Visitenkarten mit der neuen Internet-Adresse des Traditionsvereins. „Spätestens in zwei Tagen“, versprach Kaulen, „könnt ihr alles über die heutige Veranstaltung im Netz lesen!“ Schon vor einem Jahr hatte man im Vorstand die Zeichen der Zeit erkannt und so liefen seit Februar die Vorbereitungen zur Vereinshomepage, die dank der Gestaltungshilfe von IT-Berater und Schützenbruder Reinhard Unger nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte. Auf der Website erhält der Internet-Nutzer ein gutes Bild über die Vielfalt des Vereins, der sich hier als gelungene Verbindung von Tradition und Moderne präsentiert. Somit hat der Traditionsverein der Monschauer Altstadt, wie Vizepräsident und amtierende Majestät Heinz Mertens scherzhaft bemerkte, „nach nunmehr fast 650 Jahren den Weg ins digitale Zeitalter gefunden.“

Das diesjährige Hubertusessen wird wohl vielen für lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Mit vielen Gästen, beeindruckenden Preisen und einer fröhlich-ausgelassenen Stimmung wurde bis lange in die Nacht gefeiert. Die Bürgerschützen hatten so viele Besucher wie lange nicht, und auch die Zahl der Preise war wieder angestiegen. Das alles zeigt ein sehr gesundes Vereinsleben bei einem Verein, bei dem es zu ganz großen Teilen um das gemeinsame Feiern geht.