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Monschauer Schützen blicken gespannt nach vorn (15. März 2010)

Schützenkönig 2008/09 Lutz Schell (links) empfängt das Königsalbum aus den Händen des Vereinspräsidenten

 Die „Bürgerschützen Montjoie“ hielten ihre Generalversammlung ab. Planung des großen Vereinsjubiläums.

 Monschau. Dreiunddreißig Schützen waren der Einladung ihres Vereinspräsidenten Georg Kaulen gefolgt und hatten sich in der Monschauer Traditionsgaststätte „Zum Haller“ eingefunden, um ihre jährliche Generalversammlung abzuhalten. Auf dem Programm standen vorwiegend sowohl ein Blick zurück als auch ein Blick ins Jahr 2011, in dem die Schützen ihr 650-Jahr-Jubiläum feierlich begehen wollen.

Nach der obligatorischen Begrüßung des amtierenden Schützenkönigs Tobias I., des Jungschützenkönigs Christopher I. sowie des Ehrenpräsidenten Guido Breuer und des Ehrenrats wurde zunächst der verstorbenen Mitglieder gedacht. Darauf folgte die Aufnahme eines neuen Mitglieds durch Ballotage. Hierbei wird traditionsgemäß durch weiße und schwarze Kugeln abgestimmt. Das Ergebnis war jedoch einstimmig und so freute sich der Präsident, Gerald Kaulard als 140. Schützenbruder begrüßen zu dürfen.

 

Sehr umfangreich gestaltete sich der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2008/09, den Ralf Kaulen als Geschäftsführer nicht ohne humoristische Anmerkungen vornahm. Wieder einmal konnten die Schützen auf eine ereignisreiche Zeit zurückblicken. Es begann äußerst traurig: Mit dem Tod von Hans Georg Weiß verlor nicht nur die ganze Region eine bedeutende Persönlichkeit; die Bürgerschützen verloren mit ihm ihren langjährigen Ehrenpräsidenten, der ihnen über viele Jahre Halt und dem Verein eine ganz besondere Prägung gegeben hatte.

Es folgten Ereignisse, derer sich die Schützen mit Freude erinnern. Neben sportlichen Erfolgen wie dem Sieg beim 52. Vergleichsschießen mit den Sebastianusschützen aus Gemünd standen beim Rückblick vor allem die letzte Kirmes und der kuriose Vogelschuss per Kleinkaliber im Zentrum. Mit einem Schmunzeln erinnerten sich die Schützen an den Tag, an dem Tobias Schell mit dem 272. Schuss bei Dämmerung und Regen die Königswürde erlangt hatte. Sein Vater, S.M. Lutz I., erhielt im Anschluss das begehrte Königsalbum mit einem ganz persönlichen Rückblick auf seine Regentschaft 2008/09. In wochenlanger Arbeit hatte Präsident Kaulen das wertvolle Unikat angefertigt und hierfür aus sage und schreibe 3700 Fotos die schönsten ausgewählt.

Dem Blick zurück folgte der Ausblick in die Zukunft des Vereinslebens. Neben den zahlreichen Terminen, die das laufende Jahr für die Schützen bereithält, gilt die Aufmerksamkeit des Vorstands vor allem der Planung der 650-Jahr-Feier, die im Jahr 2011 anstehen wird. Neben der Gestaltung einer außergewöhnlichen und verlängerten Kirmes wird sich der Vorstand vor allem mit der Präsens des Vereins im Internet und der Ausarbeitung einer würdigen Festschrift befassen. Neben Kopf- sind aber auch echte Handarbeit und nicht wenig Geld gefragt. Der vergangene Sturm, der über die Eifel gefegt war, hat böse Schäden am Vereinsheim verursacht. Christoph Breuer, der Schießmeister der Bürgerschützen, sicherte seitens der aktiven Schießsportgemeinschaft finanzielle Unterstützung und „Manpower“ zu.

Die Generalversammlung der Monschauer Bürgerschützen veranschaulichte sehr deutlich, dass dieser Verein zwei Stoßrichtungen verfolgt: in der einen  ist da der Blick zurück, das Bewahren von Traditionen, die den Menschen in Monschau ans Herz gewachsen und wichtig sind; in der anderen Richtung gilt es mit einem Blick nach vorn, den Verein zeitgemäß durch die moderne Zeit mit all ihren Herausforderungen zu führen.