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Monschauer Bürgerschützen besiegten Gemünd (22. November 2009)

In Monschau fand das 53. Kleinkaliber Vergleichsschießen zwischen den beiden Schützenvereinen statt

Monschau. Nach einem spannenden Wettkampf konnte die Schießsportgemeinschaft der „Bürgerschützen Montjoie“ das Vergleichsschießen mit den Sebastianusschützen aus Gemünd wie im letzten Jahr für sich entscheiden.

Nachdem im vergangenen Jahr die Veranstaltung in Gemünd stattgefunden hatte – die Monschauer gewannen mit insgesamt nur vier Ringen denkbar knapp -, war dieses Mal wieder das Vereinsheim an der Flora der Austragungsort. 

Dort freute sich der Präsident der Monschauer Bürgerschützen Georg Kaulen die Schießfreunde aus Gemünd zum mittlerweile 53. Aufeinandertreffen der Vereine begrüßen zu dürfen; unter den Gästen das "Schützen-Urgestein“ Rudi Wiedemeyer, der das 51. Mal teilnahm und bislang immer unter den besten Schützen des Wettkampfs abgeschnitten hatte. Beide Vereine wurden aktiv von ihren derzeitigen Schützenkönigen vertreten. Die Sebastianusschützen wurden von Seiner Majestät Eckhard I. (Schroeder), die Monschauer von Seiner Majestät Tobias I. (Schell) in den Wettkampf geleitet.

Georg Kaulen wünschte allen teilnehmenden Schützen eine ruhige Hand und „gut Schuss“. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Mögen die besseren Monschauer gewinnen!“

Das Reglement sieht vor, dass über eine Distanz von 50 Metern fünf Schuss stehend aufgelegt und liegend geschossen werden. Beide Vereine können bis zu 15 Schützen in den Wettkampf schicken, wobei nur die jeweils zehn besten Ergebnisse gewertet werden. Gewinnt eine Mannschaft dreimal in Folge, darf sie den Wanderpokal behalten und im heimischen Schützenhaus aufstellen.

Unser Bild zeigt die erfolgreichen Bürgerschützen aus Monschau mit Rudi Wiedemeyer (Mitte) und Eckhard Schroeder (links) aus Gemünd.

Die Gemünder Schützen konnten 13, die Monschauer nur 12 Teilnehmer ins Feld führen. Trotzdem konnten die Bürgerschützen die Hoffnung ihres Präsidenten erfüllen. Nach einem sehr spannenden Wettbewerb hatte Monschau am Ende die Nase vorn: Mit 891 zu 865 Ringen ging der Sieg an die Hausherrn. Tagesbester Monschauer Schütze war der Schießmeister der Bürgerschützen Christoph Breuer mit 95 Ringen, ganz knapp gefolgt von Georg Foerster. Das Gemünder Urgestein Rudi Wiedemeyer bewies aufs Neue seine Klasse: Mit 93 Ringen war er bester Schütze aus Gemünd, knapp gefolgt von seinem Sohn Rolf und Markus Müller (beide 92 Ringe).

Nach einem unterhaltsamen und dabei immer fairen Wettkampf durfte sich Präsident Kaulen bei allen Schützen bedanken und sich freuen, dass der Pokal nach wie vor im Schützenheim der Monschauer bleiben wird. Der Rest des Abends gehörte dem gemütlichen Beisammensein bei Würstchen, Kartoffelsalat und reichlich Kaltgetränken.

Das traditionelle Vergleichsschießen geht zurück auf das Jahr 1956. Gotthard Kiesewalter, ein Förster aus Schöneseiffen und selbst Monschauer Bürgerschütze, hatte die ersten Bande zu den Sebastianusschützen aus Gemünd geknüpft. Schnell waren sich die beiden Vereine einig geworden, so dass ein Vergleichswettkampf zwischen beiden Orten stattfinden sollte. Als Termin wählte man ursprünglich den Buß- und Bettag. Die eigentliche Schützenfreundschaft zwischen den Vereinen lässt sich anhand der Aufzeichnungen der St.-Sebastianus-Bruderschaft sogar bis ins Jahr 1865 zurückverfolgen.

Die Monschauer gingen nicht selten als Favoriten in den Wettkampf. Auch wenn die Schießsportgemeinschaft nur eine kleine Gruppe von Schützen umfasst, so hat sie doch lange Zeit die Pokale mit nach Hause nehmen können. Vierzehn Jahre in Folge war der Sieg auf Seiten Monschaus, bis 2006 und 2007 endlich die Sebastianusschützen erfolgreich waren. Der Gemünder Vereinsvorsitzende Christoph Kammers sprach damals von einer „kleinen Sensation“.

Zwar ist die Pflege der Freundschaft zwischen den beiden Vereinen den Schützen um einiges wichtiger als die reinen Wettkampf-Ergebnisse. Dennoch nehmen beide Vereine auch den Vergleichskampf in sportlicher Hinsicht durchaus ernst. Und insofern ist aus Monschauer Sicht die Welt nun wieder in Ordnung. Im nächsten Jahr dürfen die Bürgerschützen dann wieder nach Gemünd fahren, um den Titel ein weiteres Mal zu verteidigen und dann endlich auch den Wanderpokal behalten und im Vereinsheim neben die anderen Trophäen stellen zu können. Einen neuen Pokal spenden sie dann gerne.

Ergebnisse Vergleichskamf in Monschau
Ergebnisse Vergleichskamf in Monschau © www.schuetzenverein-gemuend.de