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Monschaus Altstadt hat einen neuen Jungschützenkönig (28. August 2010)

Jungschützenkönig Joshua I. (Thelen)
v.l.n.r.: Vizepräsident Heinz Mertens, der neue Jungschützenkönig Joshua Thelen, Oliver Mertens, Ex-Jungschützenkönig Christopher Stollenwerk und Schießleiter Peter Dick.

Joshua Thelen holte den Vogel von der Stange. "Bürgerschützen Montjoie" feierten trotz schlechten Wetters ihren Familienwandertag

Monschau. Zuerst schien sich alles vergangenen Samstag gegen die Bürgerschützen verschworen zu haben: Schlechtes Wetter erschwerte den Wanderern den Weg, und nur zwei Jugendliche waren dem Aufruf nach neuen Kandidaten für den Jungschützenkönig gefolgt. Doch dann lieferten sich die Jungen einen spannenden Zweikampf und der Familientag wurde ein voller Erfolg.

Regengüsse und Hagel leiteten den diesjährigen Familienwandertag der "Bürgerschützen Montjoie" ein, und so stand anfangs zu befürchten, dass die Veranstaltung buchstäblich ins Wasser fallen könnte. Die Wanderer, die vom Marktplatz der Altstadt über den Menzerather Friedhof schließlich am Vereinsheim an der Flora eintrafen, brachten aber dennoch gute Laune mit und wurden von Vizepräsident Heinz Mertens und Geschäftsführer Ralf Kaulen mit Fassbier und Grillgut begrüßt.

Nach gewonnenem Wettkampf nimmt Joshua die Jungschützen-Königsnadel entgegen

Schließlich stand der erste Wettkampf des Tages an: Die Bürgerschützen hatten die männliche Monschauer Jugend aufgerufen, um das Amt des Jungschützenkönigs zu kämpfen. Leider waren nur zwei Anwärter mit ihren Eltern dieser Einladung gefolgt. Umso spannender aber gestaltete sich der Zweikampf zwischen Oliver Mertens und Joshua Thelen, der mit großem Interesse vom amtierenden Schützenkönig Tobias I. (Schell) und seiner Königin Julia I. verfolgt wurde. Mit dem Luftgewehr schossen die beiden Bewerber auf einen von Schießleiter Peter Dick angefertigten Vogel. Der 55. Schuss schließlich brachte die Entscheidung: Der neue Jungschützenkönig der Bürgerschützen heißt Joshua Thelen. Die versammelten Schützen und ihre Familien ließen ihn hochleben und übergaben ihm Vogel und Orden. Er hat nun die ehrenvolle Aufgabe, beim Festzug der Monschauer Kirmes an der Seite des Schützenkönigs mitzugehen. Joshua freute sich sichtlich: "Das hätte ich nicht erwartet", meinte er strahlend, "schließlich bin ich erst zum ersten Mal überhaupt dabei - und nun so etwas!"

Mittlerweile bei Sonnenschein folgte ein für die Kirmes nicht minder bedeutender Wettkampf: das Ausschießen des zukünftigen Trägers der Clemens-Breuer-Gedächtniskette. Diese erinnert an den 2005 verstorbenen Ehrenpräsidenten der Bürgerschützen und wird in diesem Jahr zum vierten Mal vom Sieger des Schießens beim Kirmeszug getragen. Ausgetragen wird der Wettbewerb auf der 50-Meter-Schießbahn der Schützen mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr. Der Schütze braucht neben einer ruhigen Hand vor allem auch ein Quäntchen Glück, denn erst nach erfolgtem Durchgang wird mit Spielkarten eine Zahl gezogen. Das Ergebnis, das der Zahl am nächsten ist, bestimmt den Sieger. Harald Egerland hieß der Glückliche, denn er hatte mit seiner Ringzahl genau die Zahl erreicht, die Glücksfee Julia I. zog.

Siegerfoto
v.l.n.r.: Vizepräsident Heinz Mertens, Sabine Foerster, Corinna Griesbach, Harald Egerland und Schießleiter Peter Dick

Zwei weitere Schießwettkämpfe bestimmten den frühen Abend. Beide wurden mit dem Kleinkalibergewehr ausgetragen und liefen ebenfalls zu einem guten Teil nach dem Prinzip Glück ab, denn auch hier mussten Ergebnisse geschossen werden, die im Anschluss mit Glückszahlen verglichen wurden. Beim Damenschießen konnte Sabine Foerster den Sieg für sich verbuchen und freute sich über einen Sachpreis. Im Kampf um den Ehrenpokal gewann sie punktgleich mit Corinna Griesbach die erste Runde. Beim anstehenden Stechen konnte sich jedoch Letztere durchsetzen.

Einen letzten Höhepunkt bildete die Ehrung eines ganz besonderen Vereinsmitglieds. Monschaus Senfmüller Guido Breuer ist nicht nur der Ehrenpräsident der Bürgerschützen, er gehört mittlerweile auch 50 Jahre dem geliebten Verein seiner Vaterstadt als Mitglied an. In Vertretung des erkrankten Präsidenten Georg Kaulen steckte Vize Heinz Mertens dem Geehrten die goldene Vereinsnadel an.

Der Abend klang in fröhlicher Stimmung aus. Selbst dieser unleidliche August hatte den Bürgerschützen nicht den Spaß verderben können.