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„Frohes Neues“ und „Gut Schuss!“ (8. Januar 2011)

Die glücklichen Gewinner

Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen feiert Jahresbeginn 2011

Monschau. Während überall das große Tauwetter einsetzte und man selbst den kleinen Laufenbach schon von weiter Ferne durch sein lautes Rauschen wahrnahm, trafen sich in den Abendstunden die Mitglieder der Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen mit ihren Familien, um nach alter Tradition den Jahresbeginn gemeinsam zu begehen. Die Schützen hatten sich Geschenke mitgebracht, für die Damen war der Gabentisch bereits vorbereitet: Schießleiter Peter Dick und seine Frau Danya hatten auch dieses Mal wieder das Vereinsheim liebevoll geschmückt und für die Frauen der Schützen Grünpflanzen sorgfältig dekoriert. Für Verpflegung und Getränke war im Vorfeld gesorgt worden; das Schützenheim präsentierte sich dem Besucher als gemütlicher Ort, der zum gemeinsamen Feiern einlud.

Heinz I.

Peter Dick begrüßte alle Anwesenden und erwähnte namentlich den amtierenden Schützenkönig Heinz I. (Mertens), den amtierenden Jungschützenkönig Joshua I. (Thelen), der mit seiner ganzen Familie gekommen war und den Geschäftsführer der Bürgerschützen Ralf Kaulen. Dieser entschuldigte den verhinderten Präsidenten Georg Kaulen, den er gerne vertreten würde („Ich wäre aber sowieso gekommen!“) und wünschte allen Schützen und Gästen „viel Spaß und einen angenehmen Abend“.

König Heinz I. betonte in seiner Eröffnungsansprache: „Die Schießsportgemeinschaft ist einer der Aktivposten des Vereins, und so sollte man auch seitens des Vorstands seine Referenz erweisen!“ Die anwesenden Sportschützen hörten das gerne, und so erhielt der König seinen angemessenen Applaus.

Natürlich wurde auch in diesem Jahr wieder geschossen. Bei dem Neujahrsschießen handelt es sich aber nicht um einen Wettkampf im eigentlichen Sinne, sondern um ein Glücksschießen, ähnlich den Schießveranstaltungen am jährlichen Familienwandertag. Über den Sieg entscheiden letztlich die Karten. Geschossen wird auf dem Schießstand der Bürgerschützen mit dem Kleinkalibergewehr. Das Ziel ist eine Wettkampfscheibe, die über eine Entfernung von 50 Metern getroffen werden muss.

Schießleiter Peter Dick wertet genau

Beim Herrenschießen müssen vier von fünf abgegebenen Schüssen die Scheibe erreichen, die höchste erzielte Ringzahl wird dann noch abgezogen. Die Ringzahl, die übrig bleibt, ist das Ergebnis. Bei den Damen müssen nur drei der fünf Schuss das Ziel erreichen, die zwei niedrigsten Ringzahlen werden abgezogen. In beiden Fällen wird jeweils eine Zahl durch Spielkarten ermittelt. Wer mit seiner übriggebliebenen Ringzahl der ermittelten Spielkartenzahl am nächsten ist, gilt als Sieger und darf sich als erster sein Geschenk vom reich gedeckten Gabentisch abholen.

„Auch wenn es in der Regel heißt: 'Ladies first!', so beginnen dieses Mal die Herren“, forderte Schießleiter Dick auf und leitete somit das Schießen ein. Während man sich lustig unterhielt und die Kinder ins Kartenspiel vertieft waren, machten sich die ersten Schützen auf und begaben sich in den Schießstand. Nachdem die Runde beendet war, folgten die Damen und gaben ebenfalls ihr Bestes.

Die Glücksfee spielte diesmal unser Schützenkönig, der die Karten zog. Bei den Herren hieß der Schütze, der mit seinem Ergebnis der Glückszahl am nächsten war, unser Gast Harald Ahn, der Vater von Jungschützenkönig Joshua, der ihm knapp dahinter auf Platz Zwei folgte. Beide holten sich ihr Präsent vom Tisch. Bei den Damen war Sabine Foerster die glückliche Gewinnerin.

Ist die Rückseite in Ordnung ?

In einem zweiten „Wettkampf“ ging es um die beliebten Jagdmotivscheiben, die später auf die hölzernen Schützenteller aufgeleimt und mit dem Siegernamen versehen werden, um dann die Wand des Vereinsheims zu zieren. Die Herren schossen hierbei auf ein Mufflonmotiv, der Sieger wurde Georg Foerster. Bei den Damen, die auf ein Fuchsmotiv zielten, war - wie im Durchgang zuvor – seine Frau Sabine erfolgreich.

Im letzten Schießdurchgang ging es um den Glaspokal, der vor Jahren vom Schützenkönig Charly Stein als Trophäe ins Leben gerufen worden war. Um seinen Namen auf den Sockel des Pokals zu bekommen, muss man kurioserweise fünf Schuss auf die blanke Rückseite einer Wettkampfscheibe schießen. Auch hier aber siegt nicht unbedingt der beste, sondern vielmehr der glücklichste Schütze, denn seine Ringzahl muss wieder einer mit Karten ermittelten Glückszahl am nächsten sein. Wie im letzten Jahr siegte hierbei Roswitha Waldeck, die den Pokal überreicht bekam. Im letzten Jahr hatte sie ihn noch mit dem damals amtierenden Schützenkönig Tobias I. (Schell) teilen müssen.

Nachwuchs beim Kartenspiel

Ralf Kaulen hatte unterdessen die Versammlung verlassen müssen. Da das Wasser der Rur stetig anstieg, war ein Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr zu befürchten. Als Geschäftsführer hatte er allen einen „angenehmen Abend“ gewünscht – sein freundlicher Wunsch wurde deutlich übertroffen: Es war für alle, die dabei sein durften, ein wunderschöner und langer Abend, denn man durfte mit Freunden und Familien gemeinsam das neue Jahr begrüßen. Besonders freute man sich, weil sich diesmal viele Kinder eingefunden und das Vereinsheim als einen Ort für spannende Kartenspiele genutzt hatten, von denen sie sich schließlich kaum loseisen ließen.

An dieser Stelle gilt es, allen zu danken, die diesen schönen Abend durch ihren Einsatz ermöglichten, vor allem dem Schießleiter der Schießsportgemeinschaft. Peter Dick indes war so freundlich, nach dieser langen Feier seinen Schützen für den morgigen Trainingssonntag frei zu geben.