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Erst pumpen, dann schießen (13. Januar 2011)

 Wassereinbruch im Schießstand der Bürgerschützen. Hochwasser machte auch vor den Bürgerschützen nicht halt

Blick auf die Rurbrücke

Monschau. Der Donnerstag war bislang der schlimmste Tag. Im Radio hatte man schon hören können, dass Stolberg und Kornelimünster befürchteten, das Wasser ihrer Flüsse könne die jeweilige Altstadt überfluten. Auch die Monschauer mussten solche Befürchtungen haben und ließen durch die Feuerwehr die Altstadt absperren.

Brücke Aukloster

 

Das Hochwasser machte auch vor dem Schießstand der Bürgerschützen nicht halt. Schießleiter Peter Dick setzte Pumpen ein.

Einige Kanuten hatten noch die Kühnheit (oder Dummheit?) besessen und waren die Rur herunter gepaddelt. Am Ende ging dann nichts mehr, denn das Wasser der sonst so friedlich dahinfließenden Rur war zu einem reißenden, braunen Gewässer geworden, das nur noch sehr knapp unter der Brücke am Aukloster hindurchschoss. Die Jungs von der Feuerwehr waren pausenlos im Einsatz, um Keller leer zu pumpen, vorwiegend der Häuser am direkten Ufer der Rur, wie z.B. die Keller des Roten Hauses.

Hochwasser im Schießkanal

 

 

Selbst der betuliche Laufenbach war zu einem beeindruckenden Flüsschen angeschwollen und hatte kräftig Fahrt aufgenommen. Der Schießleiter der Bürgerschützen, Peter Dick, machte sich gegen 18 Uhr auf, um einmal besser nach dem Rechten zu schauen. Schließlich liegen Vereinsheim und Schießstand an der Flora in direkter Nähe zum Laufenbach.

Seine Befürchtungen sollten sich bewahrheiten: Wassereinbruch! Der Schießkanal liegt ja zu einem guten Teil unterirdisch auf etwa einem gleichen Niveau wie der Laufenbach. Im Treppenaufgang war Grundwasser durchgebrochen und hatte den Kugelfang bereits gänzlich gefüllt. Das Wasser war dann weiter den Schießkanal herauf geflossen. Nur noch wenige Zentimeter, und die Elektromotoren der Scheibenzuganlage wären erreicht worden. Peter Dick handelte schnell und positionierte eine Tauchpumpe im Treppenaufgang: „Hier lief das Wasser wie aus einem Wasserhahn“, so der Schießleiter, „durch das Mauerwerk im Schießstand drückte sich dagegen nur wenig Wasser.“ Das Pumpen begann ca. ab 19 Uhr. „Ab 21 Uhr 30 war dann das Schlimmste vorbei.“

Kugelfanganlage

  

 

Am Freitag darauf ließ er die Pumpen dann noch einmal für eine weitere Stunde laufen. Das Ergebnis: Keine Schäden an Schießstand und Vereinsheim, die Motoren waren noch rechtzeitig gerettet worden.

Am Sonntag konnte wie immer das Meisterschaftsschießen stattfinden – so, als sei nichts passiert. Die Sportschützen der Schießsportgemeinschaft bedanken sich bei ihrem aufmerksamen Schießleiter mit einem dreifachen „Gut Schuss!“ und werden ihn wohl beizeiten zu einem Kaltgetränk einladen.