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Alles etwas kleiner und bescheidener

Die Bürgerschützen Montjoie treffen sich zum Familientag. Ein bisschen Vereinsleben auf zerstörtem Territorium (20.08.2021)

Beisammensein in improvisierter Umgebung
Beisammensein in improvisierter Umgebung

„Ihr könnt euch das gerne einmal ansehen!“, forderte Georg Kaulen seine Gäste auf: „Unser Vereinsheim ist heute quasi nur noch ein Rohbau.“ Und zeigte damit auf den Bau an der Flora, der durch die Überflutung des Laufenbachs sehr in Mitleidenschaft gezogen worden war. Die Schießsportgemeinschaft ist zurzeit damit beschäftigt, den in die Jahre gekommenen und nun sanierungsbedürftig gewordenen Bau für die großen Sanierungsarbeiten vorzubereiten. Dennoch – auch wenn man sozusagen in einer halben Baustelle saß – wollte man auf den Familientag nicht gänzlich verzichten.

Mitglieder der Schießsportgruppe
Mitglieder der Schießsportgruppe

Und doch: Die Bürgerschützen lassen sich nicht unterkriegen. Auch wenn alles etwas kleiner, etwas einfacher und bescheidener als sonst ausfiel. Auch wenn an das übliche Glücksschießen (und vor allem das Ausschießen der Clemens-Breuer-Gedächtniskette für die Kirmes) nicht zu denken war – so ganz verzichten wollen die Schützen auf gemeinsame Erlebnisse nicht.

Grillmaster Reinhard Fischer
Grillmaster Reinhard Fischer

Und so hatte man sich versammelt. Circa dreißig Schützen mit ihren Familien waren der Einladung des Vorstands gefolgt, um sich unter Infektionsbedingungen doch zu treffen. Einige Mitglieder der Schießsportgemeinschaft hatten die Baustelle zumindest so weit geräumt, dass man sich zusammenfinden und bequem setzen konnte. Reinhard Fischer bediente den Grill und versorgte das hungrige Publikum mit Leckereien.

Ehrung Rudolf Goffart
Ehrung Rudolf Goffart
Ehrung Heinrich Jansen
Ehrung Heinrich Jansen
Ehrung Heinz Mertens
Ehrung Heinz Mertens

Vereinspräsident Georg Kaulen freute sich über die Ehrengäste: So erhielt Ehrenmitglied und Schützenmajestät von 1973 Rudolf Goffart die goldene Vereinsnadel – seit nunmehr 50 Jahren hält er seinen Schützen die Treue. Auf weitere zehn Jahre bringt es Heinrich Jansen – für seine 60jährige Verbundenheit mit den Bürgerschützen erhielt er den Dank und die Ehrung des Präsidenten. Auch Heinz Mertens, bis vor wenigen Tagen noch Vizepräsident des Vereins, erhielt eine Ehrung. Vor wenigen Tagen war er aus Dank für sein jahrelanges Engagement bei den Schützen zum Ehrenmitglied ernannt worden. Nun erhielt er die silberne Vereinsnadel vom Präsidenten angesteckt: Die Majestät von 2010 und der Ehrenkönig von 2011 hält seit 25 Jahren den Bürgerschützen die Treue.

Aufmerksame Zuhörer
Aufmerksame Zuhörer

Normalerweise steigert der gemeinsame Familientag die Vorfreude auf die Kirmes im September, aber auch in diesem Jahr – und damit zum zweiten Mal in Folge – wird es eine solche nicht geben. Das hatte der Vorstand nach langen Überlegungen mit Blick auf die Pandemieentwicklung entschieden. Und so bleibt die Hoffnung auf 2022, einem Jahr, das für die Schützen eine ganz besondere Bedeutung erlangen könnte. Denn dann soll es endlich, endlich wieder eine Kirmes geben und das Vereinsheim soll in neuer Blüte erstrahlen. Mögen viele Hände helfen, mögen viele auch bereitwillig spenden. Der Verein, da sind sich alle einig, steuert besseren Zeiten entgegen.