Was ist Neu | Aktuelles | Sitemap | Impressum | Kontakt

Monscher Kermes (11. bis 15. September 2015)

Am 11. September versammelten sich ca. 40 Muskoten anlässlich des großen Abschiedsfackelzuges für Ralf II. genannt „Übbes“ im MON – Bistro

 

Fackelzug
Fackelzug
Kirmesball in der Markthalle
Kirmesball in der Markthalle

Nachdem der Präsident die Ortsvereine auf dem Marktplatz hatte antreten lassen, setzte sich der große Fackelzug, begleitet durch die beiden musizierenden Vereine und die Freiwillige Feuerwehr, in Bewegung. Ziel war wie im letzten Jahr die Markthalle Monschau, in der der Kirmesball stattfand. Bei guter Musik durch das DJ – Team „Starlight Project“ und guter Bewirtung entwickelte sich ein kurzweiliger Abend an dem getanzt, gelacht und viel erzählt wurde. Traditionell werden auch Vermutungen über mögliche Königsaspiranten aufgestellt und diskutiert. Bis lange nach Mitternacht dauerte diese gelungene Veranstaltung an bevor dann auch die letzten den Heimweg antraten. 

Abschied Übbes
Abschied Übbes
Abschiedsrede
Abschiedsrede
Abschreiten der Front
Abschreiten der Front

Am 12. September hieß es dann Abschied zu nehmen. Abschied von der scheidenden Majestät Ralf II. Grefen. So traf man sich nach Mittag auf dem Parkplatz der Stadtverwaltung um von dort aus bei bedecktem Wetter in einem farbenfrohen Festzug unter Beteiligung der Ortsvereine zum Schießplatz am Burgau zu ziehen. Dort angekommen trat Präsident Georg Kaulen nach vorne um die Verabschiedung durchzuführen. Nachdem sich Übbes als König von seinen Bürgerschützen, den anderen Ortsvereinen und der gesamten Bevölkerung in gewohnt humoristischer Weise verabschiedet hatte, hieß es, einen neuen König zu ermitteln. Der Vereinspräsident hatte Erbarmen und ließ der Majestät 2014 das schwere Königssilber abnehmen. Nachdem Georg Kaulen die Schießordnung verlesen hatte, konnte es endlich losgehen. 

Der neue König Tobias II. Schell
Der neue König Tobias II. Schell
erste Meldung an Tobias
erste Meldung an Tobias
Gratulation der Feuerwehr
Gratulation der Feuerwehr

Nach den traditionellen Ehrenschüssen durch den stellvertretenden Bürgermeister, den Präsidenten und die scheidende Majestät merkte man schon nach wenigen Schüssen, dass der von Georg Förster gebaute Vogel in diesem Jahr wohl relativ schnell erledigt sein würde. Der König ist tot – es lebe der König. Nachdem Tobias Schell den insgesamt 16. Schuss getan hatte und der Rauch verzogen war, traute er seinen Augen nicht: Das massive Holztier lag am Boden, sauber geteilt in zwei Hälften, und zahlreiche Menschen um ihn rissen ihre Arme in die Höhe: Mit 24 Jahren war er zum zweiten Mal Schützenkönig von Monschau geworden. Tobias Schell ist mit seinem Volltreffer in die Annalen der Monschauer Schützen eingegangen als jüngster König der Vereinsgeschichte. 2009 war er, gerade volljährig und vollwertiges Mitglied des altehrwürdigen Vereins, Schützenkönig geworden. Der Zug durch die Altstadt geriet zum Triumphzug. Nach Monschauer Sitte musste der Zug immer wieder stoppen, damit die Gastronomen die neue Majestät 2015 beglückwünschen und ihn und sein Gefolge verwöhnen konnten. Angeführt von den Mannen der Freiwilligen Feuerwehr und der Abordnung des TuRa Monschau und begleitet von den Musikern der Musikvereinigung Montjoie und des Trommler- und Pfeiferkorps Imgenbroich/Monschau zogen die Schützen langsam durch Altstadt. Am Roten Haus durfte Tobias den Schneewalzer mit seiner Mutter Marion Schell („King Mum“) tanzen, und das alles trotz einsetzenden Regens. In der Dankesrede bei der Inthronisation im Kolpinghaus dankten die neue Majestät und Schützenpräsident Georg Kaulen vor allem „Monschaus Musikern, die trotz des Regens ausgehalten und den Schützen tapfer Geleit gegeben“ hätten. 

Inthronisation
Inthronisation
Regierungserklärung
Regierungserklärung

Am 13. September dem Kirmessonntag ging es schon früh los. Das Wecken der Altstadtbewohner begann traditionsgemäß um sechs Uhr am Morgen. Musiker des Trommler- und Pfeiferkorps und einige Schützen marschierten gemeinsam durch die Altstadt und machten an einigen ausgesuchten Stationen Rast. Ex-Majestät Ralf II. hatte zum Frühstück eingeladen. Nach dem Wecken fand dann die Kirmesmesse in der Aukirche statt. Im Anschluss trugen Mitglieder der Feuerwehr und der Schützen den Liberatusschrein durch die Vaterstadt zur Pfarrkirche. Danach traf man sich beim Kirmesfrühschoppen im Kolpinghaus. Der Vereinspräsident und die neue Majestät freuten sich darüber, dass dieser Frühschoppen außerordentlich gut besucht war. Auch hier sorgten die Musiker der Musikvereinigung Montjoie wieder für eine perfekte Untermalung und gaben auch moderne Musikstücke zum Besten. Die Stimmung war hervorragend.

Am 14. September gab es zwei Programmpunkte, die für nicht Wenige zum Pflichttermin geworden sind: Am Nachmittag der mittlerweile einzige Punkt, der die Kirmes mit den Kindern noch verbindet – die Kinderbelustigung, wenn der neue König den Kindern Freifahrscheine für die Fahrgeschäfte schenkt. Leider wohl auch auf Grund des schlechten Wetters kamen nur sehr wenige Kinder zu dieser Veranstaltung. Am frühen Abend bis in die Dunkelheit fand dann das Auswerfen des neuen Bierkönigs auf der evangelischen Brücke statt. Hier war erneut zu beobachten, wie stark Schützen und Bierkönig-Gesellschaft mittlerweile zusammengerückt sind. Am Ende eines spannenden Wettkampfs ließen sich Detlef Matzerath und Karina Böhmer als Sieger feiern.

Den Abschluss der diesjährigen Kirmes markierten am Dienstag, den 15. September wieder der Königsfrühschoppen für die Schützen und der Damenkaffee für die Frauen der Schützen. Der Frühschoppen fand im „Braukeller“ bei unserem Schützenbruder Lutz Schell statt und der Damenkaffee im „Café Kaulard“ bei unserem Schützenbruder Jochen Kaulard. Eine trotz mäßigen Wetters gut besuchte Kirmes ging zu Ende und man darf schon jetzt gespannt sein, wer im kommenden Jahr Nachfolger von Majestät Tobias II. und Ehrenkönig Heinz werden wird.