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Mit Pokalen und Auszeichnungen ins neue Schießjahr (8. Oktober 2016)

Die Jahressiegerehrung als bayerischer Abend. Schießsportgemeinschaft freut sich über Nachwuchs

Monschau. Zum mittlerweile dritten Mal wurde die Jahressiegerehrung der Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen im Rahmen eines „Bayerischen Abends“ begangen. So wurde sie auch für diejenigen interessant, die sich nicht allein für die Ergebnisse und Auszeichnungen der Sportschützen interessierten.

Bayrische Stimmung
Bayrische Stimmung

Heißer Leberkäse aus dem Ofen, Brezeln, Salate, dazu noch bayerisches Weizenbier – so genossen die Sportschützen mit Familien und Freunden einen Abend, der gleichzeitig Abschluss und Anfang ist: Die Jahressiegerehrung schließt mit ihren Auszeichnungen traditionell die abgelaufene Schießsaison ab und leitet damit in die neue Schießsaison ein. „Früher war die Siegerehrung manchmal eine etwas steife Veranstaltung“, erklärt Schießmeister Peter Dick, dem die Organisation auch dieses Abends oblag. „Da wurden halt die Ergebnisse verkündet; für diejenigen, die selbst nicht den Schießsport ausübten, war das nicht immer so spannend.“ Seit 2014 ist das anders: Das Vereinsheim an der Flora wird in bayerischer Manier geschmückt, es wird gegessen und getrunken – und im Laufe des Abends werden auch die erfolgreichen Sportschützen ausgezeichnet.

Ehrenkönig Lutz I. (li) und Schützenkönig Bernd II.
Ehrenkönig Lutz I. (li) Schell und Schützenkönig Bernd II. Maaßen

Auch Vereinspräsident Georg Kaulen ließ es sich nicht nehmen, nach diversen Pflichtterminen noch bei den Schützen vorbeizuschauen. Er begrüßte unter anderem auch die beiden amtierenden Majestäten: Schützenkönig Bernd II. (Maaßen) mit Königin Marie-Theres sowie Ehrenkönig Lutz I. (Schell) mit seiner Ehrenkönigin Heike fühlten sich sichtlich wohl unter den Schützenfreunden. Das Vereinsheim war bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit Verweis auf den Schützennachwuchs stellte Peter Dick zufrieden fest, „dass wir wohl für die Ehrung im nächsten Jahr werden anbauen müssen.“ Damit spielte er darauf an, dass sich in den letzten Monaten einige Neu-Schützen zur Schießsportgemeinschaft dazu gesellt hatten, um den Sport auszuüben; vor allem aber treffen sich die Schützen nun an mehreren Terminen in der Woche, um das Training mit dem Sportgewehr zu intensivieren.

Die Schießsportgruppe schießt mit dem Kleinkalibergewehr auf einer Schießbahn von 50 Metern in unterschiedlichen Disziplinen.

Von zentraler Bedeutung ist hier die Vereinsmeisterschaft. Sie wird stehend-aufgelegt und liegend-freihändig (mit Schießriemen) ausgeschossen. Aus den insgesamt 15 möglichen Ergebnissen werden die zehn besten Resultate ermittelt, der Rest sind sogenannte „Streichergebnisse“.

Gewinner Vereinsmeisterschaften: Harald Egerland und Peter Dick
Gewinner Vereinsmeisterschaften: Harald Egerland und Peter Dick

Wenn auch Schießleiter Peter Dick den Titel des Vereinsmeisters in der Regel für sich abonniert hat, so konnte sich diesmal Harald Egerland durchsetzen. Beide schossen insgesamt nur zehn Mal und mussten sich ohne Streichergebnisse messen. „An uns solltet ihr euch aber kein Beispiel nehmen“, führte Dick in diesem Zusammenhang aus. „Ihr solltet jede Gelegenheit zum Schießen nutzen!“ Trotzdem reichte es den beiden aber zu einem spannenden „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Egerland entschied es letztlich für sich mit 16 Ringen Vorsprung. Mit 1898 Ringen vor Peter Dick mit 1882 Ringen holte er sich nach 2013 seinen zweiten Titel. Da er innerhalb der Meisterschaft drei Mal die „50“ und damit die höchste Wertung erzielt hatte, erhielt er auch den „Super-Orden“ umgehängt. Den dritten Rang markierte mit 1838 Ringen Georg Foerster.

Hermann Weiß erhält den Marcel Pokal
Hermann Weiß erhält den Marcel Pokal

In der nächsten Schießklasse (A) siegte Hermann Weiß mit einem wunderbaren Ergebnis von 1845 Ringen, mit dem er locker in die nächsthöhere Schützenklasse (S) aufsteigt. Zusätzlich erhielt er die persönliche Steigerungstafel, da er sich zum letzten Schießjahr merklich verbessern konnte. Mit 1760 Ringen folgt Christoph Breuer, knapp gefolgt von Martin Goffart (1757 Ringe). Schon in der letzten Saison hatten sich diese beiden ein knappes Rennen geliefert.

Neuschütze Uwe Kappe
Neuschütze Uwe Kappe
Peter Dick empfängt den RSB Pokal
Peter Dick empfängt den RSB Pokal

In der Schießklasse B schloss Neu-Schütze Uwe Kappe mit 1617 Ringen ab. Im nächsten Jahr wird er sich mit einigen anderen Neu-Schützen messen können.

Seit der Mitgliedschaft der Bürgerschützen Montjoie im Rheinischen Schützenbund (RSB) hat die Schießsportgemeinschaft auch dessen Disziplinen in ihrem Reglement aufgenommen. Der „RSB-Liegendkampf“ wird liegend-freihändig (mit Schießriemen) bestritten – 60 Schuss müssen in einer vorgegeben Zeit von 90 Minuten ins Ziel gebracht werden. Was einfach klingt, wird sehr schnell anstrengend. Und so haben auch nur wenige Schützen in diesem Jahr daran teilgenommen, einer musste während des einzigen Durchgangs das Handtuch werfen. Übrig blieben Peter Dick, der souverän mit 570 Ringen gewann (das entspräche bei den Historischen Schützen einer „Gold“-Wertung), Hermann Weiß (555 Ringe) und Martin Goffart (426 Ringe), der für sich mit Fug und Recht den Titel des „schnellsten Schützen“ in Anspruch nehmen darf.

Peter Dick erhält den Gemündpokal
Peter Dick erhält den Gemündpokal
und Hermann Weiß den Trainingspokal
und Hermann Weiß den Trainingspokal

Das beste Trainingsergebnis wird bei den Bürgerschützen mit dem Trainingspokal ausgezeichnet. Ein knappes Rennen lieferten sich hierbei Hermann Weiß (486 Ringe) und Georg Foerster (485 Ringe) – nur ein Ring Differenz entschied. Dicht darauf folgte Harald Egerland mit 483 Ringen.

Der Dreistellungskampf wird nach den Statuten stehend Freihand, knieend und liegend geschossen. Martin Goffart erzielte hier mit 353 Ringen ein respektables Ergebnis. Die weiteren Pokale teilten sich Peter Dick (Gemündpokal nach den Regeln des Wettkampfs mit den Gemünder Schützen: 97 von 100 möglichen Ringen) und Hermann Weiß (Pokal des Königs Marcel I.: 191 Ringe).

Ausgezeichnete Leistungsnadeln
Ausgezeichnete Leistungsnadeln

Neu in dieser Saison war das Schießen auf Leistungsnadeln. Die kleinen Anstecker mit Jahreszahl waren in Bronze, Silber und Gold zu erlangen. Sechs Schützen beteiligten sich daran, jeder schaffte Bronze, fünf dazu noch Silber, einer zusätzlich Gold.

Die Sportschützen Monschaus blicken auf eine interessante und erfolgreiche Schießsaison zurück. Die nächste verspricht sogar noch spannender zu werden, wenn die Neu-Schützen mit Wertungsergebnissen dazustoßen werden.

Alle Sieger
Alle Sieger

Die diesjährige Jahressiegerehrung zeigte aber darüber hinaus, dass das neue Konzept eines gemütlichen Abends mit Essen und Getränken in einem geschmückten Vereinsheim gut angenommen wird und nach einer Fortsetzung in eben diesem Stil verlangt wird. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Familie Dick Dank zu sagen, die die komplette Bewirtung übernommen hatte. Der leckere Fleischkäse wurde vom Schießleiter selbst gestiftet, wovon er aber keine Rede macht.

Schon jetzt freuen sich die Beteiligten auf das Schießjahr, das wieder spannende Wettkämpfe bieten wird. Wie immer gilt: Interessenten am Schießsport sind herzlich willkommen!