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„The winner takes it all“: Peter Dick räumt (fast) alles ab (11. Oktober 2014)

Mit der Jahressiegerehrung wird die neue Schießsaison eingeleitet. Feier wird zu einem kleinen Oktoberfest

Monschau. „O zapft is!“, lautete das Motto der diesjährigen Jahressiegerehrung bei der Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen, denn die Verantwortlichen hatten sich überlegt, dass in diesem Jahr alles ein wenig wie ein Oktoberfest gestaltet werden sollte: Zu Würstchen gab es warmen Kartoffelsalat, Brezeln und Weizenbier, das Vereinsheim an der Flora war in den Farben Weiß-Blau geschmückt, an der Eingangstür prangte ein großes Schild mit der Aufschrift „Freistaat Bayern“.

Fröhliche Runde
Fröhliche Runde

Zum mittlerweile zweiten Mal findet die Jahressiegerehrung im Oktober statt im Spätsommer statt. Im letzten Jahr hatte man damit angefangen. Die Idee, die Zeit nach dem Familienwandertag und kurz vor Kirmes nicht noch mit einem weiteren Termin zu überfrachten, hatte sich als gut erwiesen; auch scheint die Siegerehrung geeignet zu sein, das neue Schießjahr, das bei den Bürgerschützen immer im Oktober beginnt, einzuleiten.

Präsidententisch
Präsidententisch

Obwohl für sie noch weitere Termine an diesem Abend anstanden, hatten sich die amtierende Majestät Ralf II. (Übbes), Ehrenkönig Heinz Mertens und Präsident Georg Kaulen nebst Gattin Petra Zeit genommen und waren – zum Teil sogar in bayerischer Tracht – gekommen, um die Feierlichkeiten einzuleiten. Die Moderation übernahm in Folge der Schießleiter der Sportschützen Peter Dick. Der bayerische Abend mit all seinen Leckereien gestaltete sich so gemütlich, dass man sich anfänglich schwer tat, überhaupt mit dem „ernsten Teil“, der Siegerehrung, anzufangen.

Bayrische Siegerehrung
Bayrische Siegerehrung

Die Ergebnisse der vergangenen Saison lassen sich dann eigentlich schnell zusammenfassen und auf einen Nenner – frei nach dem Song der schwedischen Pop-Band ABBA – bringen: „The winner takes it all!“ Und dieser hieß Peter Dick. Abgesehen vom Trainingspokal gewann der Schießleiter des Schützenvereins alle wichtigen Preise.

Vereinsmeister Peter Dick
Vereinsmeister Peter Dick

Ganz vorne in der Bedeutung rangiert sicherlich die Vereinsmeisterschaft, die stehend und liegend über ein knappes Jahr lang ausgeschossen wird. Die jeweils zehn besten Ergebnisse gelangen dabei in die Wertung. In der höchsten Schießklasse „S“ konnte Peter Dick sich die Führung zurückerobern und erzielte mit 1884 Ringen vor Vorjahressieger Harald Egerland (1863 Ringe) und Georg Foerster (1836) das beste Ergebnis. Es handelt sich um seinen mittlerweile 15. (!) Meistertitel.

Steigerungstafel für Christoph Breuer
Steigerungstafel für Christoph Breuer

In der Schießklasse „A“ gewann Schießmeister Christoph Breuer mit 1839 Ringen vor Jürgen Thiemann (1772 Ringe). Breuer verbesserte sich in dieser Saison um 59 Ringe und erhielt damit nicht nur die Steigerungstafel, sondern steigt auch in die nächsthöhere Schießklasse „S“ auf.

RSB Meister Peter Dick
RSB Meister Peter Dick

Die zweite Meisterschaft, die in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgeschossen wurde, ist der Liegendkampf nach den Statuten des Rheinischen Schützenbundes. Hierbei müssen liegend 60 Schuss in einem vorgegeben Zeitrahmen von 90 Minuten geschossen werden. Obwohl sich Vorjahressieger Harald Egerland mit 562 Ringen leicht verbessern konnte, musste er sich durch den diesmal unschlagbaren Rekordmeister geschlagen geben: Dick gewann den Wettkampf mit 571 Ringen, den dritten Platz markierte Martin Goffart mit 501 Ringen.

Trainingspokal für Georg Foerster
Trainingspokal für Georg Foerster

Auf den Trainingspokal, der die fünf besten Trainingsergebnisse (stehend und liegend) belohnt, schossen in diesem Jahr nur wenige Schützen. Der Trainingsfleißigste war Jürgen Thiemann, der mit 440 Ringen die „A“-Klasse gewann, Georg Foerster erzielte mit 480 Ringen (Schießklasse „S“) das höchste Ergebnis und durfte damit den Pokal mit nach Hause nehmen.

Meisterschütze Peter Dick benötigte für den Transport der Pokale nach Hause eine größere Tasche, denn neben dem Meisterschaftspokal und dem RSB-Pokal durfte er sich noch den Pokal des Königs Marcel I. (zwei Ergebnisse stehend und liegend; hier erreichte er 194 von 200 möglichen Ringen) und den Gemündpokal (ein Ergebnis stehend und liegend, hier setzte er sich mit 97 Ringen vor Harald Egerland mit 92 Ringen durch) einpacken.

Siegerfoto: Christoph Breuer, Harald Egerland, Georg Foerster, Peter Dick, Martin Goffart
Siegerfoto: Christoph Breuer, Harald Egerland, Georg Foerster, Peter Dick, Martin Goffart

Gleich zwei Mal wurde in diesem Jahr der Superorden verliehen. Ihn erhält ein Schütze, wenn er bei seinen Meisterschaftsergebnissen drei Mal eine „50“, also die Höchstwertung erzielt. Meister Peter Dick und Harald Egerland durften sich die Jahreszahl auf ihre Orden gravieren lassen, denn beide konnten in dieser Saison drei Mal fünf Schuss in der Zehn landen. Dick schaffte sogar an einem Tag einen Doppeltreffer: 100 von 100 möglichen Ringen – eine Premiere!

Die Jahressiegerehrung an den Beginn der jeweils neuen Saison zu setzen hat sich bewährt – davon werden die Sportschützen so schnell nicht mehr abrücken. Ob man sie auch in Zukunft unter das Motto „Oktoberfest“ setzen wird, bleibt abzuwarten. Die ersten Reaktionen noch am selben späten Abend jedenfalls waren durchweg positiv. Jeder ging zufrieden und mit einem gut gefüllten Magen am Ende nach Hause.