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Der Regen hat niemanden gestört (30. August 2014)

Familienwandertag der Bürgerschützen. Auszeichnung für 50 Jahre Vereinstreue. Christoph Breuer neuer Träger der Ehrenkette

Monschau. Nein, Petrus hatte es nicht allzu gut gemeint mit den Bürgerschützen, als er es gerade auf dem Familienwandertag, quasi dem Sommerfest der Schützen, fast den ganzen Tag über regnen ließ.

Und so hatten sich auch nur wenige Wanderer, geführt vom Ehrenkönig und Wanderführer der Schützen Heinz Mertens, durch die Nässe gekämpft, um halb durchgeweicht am Vereinsheim an der Flora einzutreffen. Dort aber erwartete sie einiges: Vor allem konnten sie sich von den baulichen Fortschritten der Sanierungsarbeiten überzeugen. Drei Seiten waren schon fertiggestellt, in den vergangenen Wochen hatten zahlreiche Hände kräftig gewirkt. Die Außenwände des vierzig Jahre alten Gebäudes wurden neu isoliert und illuminiert. Präsident Georg Kaulen erklärte den Besuchern alles ganz genau. Gut dreißig Schützen waren mit Familien und Freunden erschienen – angesichts des schlechten Wetters eine stattliche Zahl.

Präsident Georg Kaulen gratuliert Peter Radermacher
Präsident Georg Kaulen gratuliert Peter Radermacher

Neben der amtierenden Majestät Hermann I. und seiner Königin Babs war das Ehrenkönigspaar (Heinz Mertens und Rita) sowie der Ehrenpräsident Guido Breuer und diverse Ehrenmitglieder gekommen: Josef Hermanns, vor fast genau 60 Jahren Schützenkönig geworden, Jürgen Strauch und Rudolf Goffart, der fachkundig die Arbeiten am Vereinsheim unterstützt hatte. Sie alle wurden Zeugen einer besonderen Ehrung: Peter Radermacher wurde für seine mittlerweile 50-jährige Mitgliedschaft mit goldener Nadel und Urkunde vom Präsidenten geehrt.

Das großzügige Dach sowie ein ordentlicher Zeltpavillon sorgten dafür, dass die Gäste trocken blieben, die Mitglieder der Schießsportgemeinschaft kümmerten sich um eine angemessene Bewirtung: Zu essen gab es Koteletts und Grillwürste, zu trinken gab es alles, was das Herz begehrte. So wurde der Familienwandertag auch schnell wieder zu dem, was er sein soll: ein geselliges Zusammensein, bei dem erzählt, gelacht und gemeinsam gefeiert wird.

Wettkämpfe gab es natürlich auch: Um den „Nagelklotz“ versammelten sich diejenigen, die sich jedes Jahr darauf freuen, dieses Spiel (oder diese Sportart?) auszuführen: Abwechselnd wird mit der spitzen Seite eines Hammers auf Nägel geschlagen – und wehe, man schlägt daneben!

Da die Bürgerschützen aber ein Schützenverein sind, darf das Schießen auch an einem solchen Tag nicht zu kurz kommen! Und so wurden Glücksschieß-Wettkämpfe auf dem Kleinkaliber-Schießstand durchgeführt, bei denen man mit seiner Ringzahl einer mit Spielkarten ermittelten Glückszahl möglichst nahe kommen musste – natürlich ohne diese zu kennen!

Beim Damenschießen errang Anni Fröhlich den ersten Platz, während sich Klaus Stollenwerk beim Schießen auf den Ehrenpokal durchsetzen konnte. Dieser besondere Pokal wurde seinerzeit von Ehrenkönig Klaus Kaulard, der dieses Amt neun Jahre innehatte, ins Leben gerufen und gestiftet. Eine besondere Sache ist immer das Ausschießen der Clemens-Breuer-Gedächtniskette. Der Sieger hat die Ehre, diese Kette in der Nähe des scheidenden und des neuen Schützenkönigs zur Monscher Kermes im Festzug zu tragen. Auch sie wird durch das richtige Quäntchen Glück ermittelt, denn schließlich soll hier jeder die Chance zu gewinnen erhalten, und eben nicht nur die Sportschützen.

Und doch war der glückliche Gewinner gerade der Schießmeister der Bürgerschützen Christoph Breuer! „Jetzt habe ich gehofft, es werde endlich einmal jemand, der nicht dem Vorstand angehört – und nun das!“, kommentierte der Präsident das Ergebnis augenzwinkernd. In der Tat waren in den letzten zwei Jahren Ralf Kaulen (Geschäftsführer des Vereins) und Klaus Stollenwerk (Beisitzer im Vorstand) erfolgreich und damit die Kettenträger im Kirmeszug. Nun also Christoph Breuer!

Gefeiert wurde lang, schließlich hatte man es sich im trockenen Zelt gemütlich gemacht. Auch dieser Familienwandertag war wieder eine runde Sache. Gedankt sei allen, die diesen Tag vorbereitet hatten.