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Bürgerschützen machen eine gute Figur beim Bezirksschützenfest (24. August 2014)

Rurberg. Die Schützen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Rurberg und die Schützen aus Monschau pflegen schon eine ganze Zeit lang gute Beziehungen zueinander. Einmal im Jahr kommen die Schützen vom Rursee nach Monschau, um dort gemeinsam mit Kleinkalibergewehren auf dem Schießstand der Bürgerschützen zu üben und einen geselligen Abend zu verbringen.


Schützenkönig Hermann I. (Weiß)

Nun waren sie 2013 zudem Gast auf der Monscher Kermes, als einer von ihnen Schützenkönig in Monschau wurde: Hermann I. (Weiß), ein Monschauer Jung, wohnhaft in Kesternich, Mitglied sowohl der Bürgerschützen als auch der Schützen in Rurberg.

Als sie nun selbst Gastgeber des diesjährigen Bezirksschützenfestes wurden, war es für die Monschauer keine Frage, dass auch sie daran teilnehmen würden. Und so machten sich knapp zwanzig Schützen bei strahlendem Sonnenschein auf, um ein wunderbares Schützenfest zu erleben. Schützenpräsident Georg Kaulen hatte ein Taxi organisiert, der Rest kam in eigenen Fahrgemeinschaften. Am Antoniushof, gleich am Ufer des Rursees, versammelten sich alle Vereine auf dem großen Parkplatz. Die Bürgerschützen Montjoie hoben sich hierbei in ihren dunklen Anzügen deutlich ab von den Grünröcken der Bruderschaften. Bei Pommes Frites und gut gekühlten Erfrischungsgetränken kamen die Schützen schnell miteinander ins Gespräch.

Mehr als zwanzig Vereine, darunter Fahnenschwenker und zahlreiche Musikanten, ließen den anschließenden Schützenzug zu einem wirklichen Fest werden. Die Besucher des Rurseeortes staunten da nicht schlecht. Begonnen wurden mit Kanonendonner: Dafür sorgte die Artilleriekompanie Horrem in preußischen Uniformen und einer Kanone, die in der Lage war, das Gehör eines jeden Teilnehmers an seine Schmerzgrenze zu führen.

Gezogen wurde das imponierende Gerät von einem schönen Oldtimer-Traktor, der dem prächtigen Zug vorausfuhr. Musiker aus Herhahn und Dedenborn, aus Mützenich und Kalterherberg, aus Kesternich und Rollesbroich sorgten für die entsprechende Tonart. Schützen aus Dedenborn, Rohren, Mützenich, Imgenbroich, Lammersdorf, Kalterherberg, Höfen, sogar aus Gemünd sowie Kesternich, Roetgen, Simmerath und Rollesbroich waren zu den Rurberger Freunden gekommen und trugen dazu bei, dass der Zug der Vereine wirklich prächtig und farbenfroh war.

Am Ende des Zuges traf man wieder vor dem Antoniushof ein. Mit einem weiteren Schuss der Kanone wurde die Siegerehrung eingeleitet. Der neue Bezirksschützenkönig, Alfred Wilden, stammt aus Rollesbroich und schießt dort Luftgewehr. Um die Bezirksschützenwürde zu erlangen, musste er dafür auf ein Kleinkalibergewehr umsatteln, was ihm augenscheinlich keine größeren Probleme bereitet hatte. Die Bürgerschützen Montjoie beteiligen sich nicht an einem solchen Schießen, sie gehören nicht dem Bund der deutschen historischen Schützen an. Dennoch waren sie gerne Teil des wunderbaren Festzuges und nutzten die Gelegenheit, sich mit den Grünröcken auszutauschen und Schützenfreundschaften zu pflegen.