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Mit der Siegerehrung in die neue Saison (12. Oktober 2013)

Bei den Bürgerschützen gibt’s jetzt gleich zwei Meistertitel. Gemütliche Feier mit drei Majestäten

Monschau. Normalerweise feiert die Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen das jeweilige Ende der Saison mit einer Siegerehrung, auf der die Pokale überreicht und die Schützen ausgezeichnet werden. In diesem Jahr war alles anders. Die Termine im Schützenkalender hatten sich so angehäuft, dass man kurz entschlossen die Feier an den Anfang der nächsten Saison verlegte. Mit drei Majestäten wurde gemeinsam gefeiert.

Jungschützen Königsorden
Jungschützen Königsorden

Ehrenkönig Heinz Mertens, amtierende Majestät Frank-Hermann Weiß und Jungschützenkönig Ralf Kaiser wurden herzlich willkommen geheißen von ihrem Präsidenten. Georg Kaulen, anlässlich des mittlerweile auch in der Eifel begangenen Oktoberfestes in zünftiger Bayerntracht, wünschte allen Besuchern eine angenehme Feier, hoffte aber für die Zukunft auf  zahlreichere Teilnahme an derlei Veranstaltungen. Dem Jungschützenkönig überreichte der Präsident einen Orden am Band, den dieser – ähnlich der amtierenden Schützenmajestät – zu allen offiziellen Veranstaltungen der Bürgerschützen tragen soll. Am Ende seiner Regentschaft wird der Orden ein weiteres Element an der Jungschützenkönigskette sein.

„Wenn wir schon in diesem Jahr alles anders machen“, so Schießleiter und Moderator des Abends Peter Dick, „dann können wir auch die Reihenfolge unserer Jahressiegerehrung auf den Kopf stellen.“ Und so wurde – anders als sonst üblich - mit den Ergebnissen der vergangenen Meisterschaft begonnen. Von den fünfzehn erzielten Resultaten gehen die zehn besten Ergebnisse in die Wertung ein. Die Sportschützen schießen hierbei über eine Distanz von 50 Metern stehend (aufgelegt) und liegend (Freihand). Rekordmeister Peter Dick konnte sich zur vergangenen Saison um weitere zehn Ringe steigern und steuerte somit auf seinen nächsten Vereinsmeistertitel zu.

Steigerungstafel für Harald Egerland
Steigerungstafel für Harald Egerland

Auf eine wirklich gelungene Schießsaison konnte aber vor allem Harald Egerland zurückblicken. Er verbesserte sich um 63 Ringe und erlangte somit den ersten Platz in der Wertung. Mit 1903 Ringen schloss er die Meisterschaft ab, gefolgt von Peter Dick mit 1890 Ringen und Georg Foerster (1859), der damit konstant auf demselben Niveau wie im Vorjahr schoss. Den vierten Rang der Schießklasse „S“ markierte Klaus Stollenwerk mit 1843 Ringen.

In der Schießklasse „A“ lieferten sich die Schützen ein besonders knappes Rennen um die Führung. Mit nur einem Ring mehr wurde sie von Christopher Stollenwerk (1781 Ringe) vor Christoph Breuer (1780) gewonnen.

Parallel zur Meisterschaft wurde auch in diesem Jahr wieder der Trainingspokal ausgeschossen. Die fünf besten Trainingsergebnisse (stehend und liegend) werden hierbei gewertet. In der Schießklasse „S“ wiederholte sich das Bild der Meisterschaft: Mit 489 Ringen gewann Harald Egerland vor Peter Dick (474 Ringe) und Georg Foerster (473), in der Klasse „A“ belegte Christoph Breuer (463 Ringe) den ersten Rang. Er gewann auch den Dreistellungskampf, bei dem stehend (aufgelegt), kniend und liegend geschossen werden muss.

Neu in diesem Jahr: Es gibt noch einen weiteren Vereinsmeistertitel bei den Bürgerschützen zu vergeben! Da der Verein seit 2011 Mitglied im Rheinischen Schützenbund (und damit dem Deutschen Schützenbund angegliedert) ist, haben die Sportschützen eine offizielle DSB-Disziplin in ihr Programm aufgenommen – den KK-Liegendkampf. Liegend-Freihand (mit Schießriemen) wird hierbei geschossen; in 90 Minuten muss man 60 Schuss abgegeben haben, die Ringzahlen werden dabei addiert.
Der Wettkampf endete hier denkbar knapp. Mit 561 und damit nur drei Ringen Distanz konnte Harald Egerland diese Disziplin für sich entscheiden, Peter Dick (558 Ringe) folgte dichtauf.

Siegerfoto mit Majestäten
Siegerfoto mit Majestäten

Hatte sich Rekordmeister Dick in einigen Disziplinen geschlagen geben müssen, so räumte er bei den Pokalen alles ab: Er gewann den Gemündpokal, der nach denselben Regeln wie beim Wettkampf gegen den befreundeten Schützenverein ausgeschossen wird, mit beeindruckenden 98 von 100 möglichen Ringen vor Harald Egerland (96 Ringe) und Georg Foerster (94). Beim Pokal des Ex-Königs Marcel I. (zwei Ergebnisse stehend und liegend) erzielte er 189 Ringe vor Harald Egerland (187 Ringe) und Christoph Breuer (178), beim kuriosen „Charly“-Pokal, bei dem auf die Rückseite einer Wettkampfscheibe geschossen wird, schaffte er den ersten Platz mit 47 von 50 möglichen Ringen vor seinem Bruder Ulrich Dick (46 Ringe) und Georg Foerster (45).
Zwischen den einzelnen Ehrungen wurden während der Feier immer wieder Pausen eingelegt, bei denen die Schützen sich an Würstchen, Nudelsalat und Kaltgetränken labten und das muntere Gespräch pflegten. Moderator Peter Dick führte hierbei gelungen durch den Abend. Den Sportschützen gefiel das so gut, dass sie letztlich entschieden, die Jahressiegerehrung auch in der Zukunft nicht mehr am Ende einer Saison zu begehen, sondern an den Anfang des nächsten Schießjahres zu setzen. Da komme man dann gleich wieder in gute Stimmung, so ein Teilnehmer, „und man muss die Termine nicht zwischen Sommerferien und Kirmes quetschen.“

Beim nächsten Mal, so besteht in den Reihen kaum Zweifel, wird es dann wieder heißen: „Der neue Vereinsmeister heißt Peter Dick!“ Es wird dann sein 15. Titel sein.