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25 Bürgerschützen beim Bezirksbundesfest in Imgenbroich (1. September 2013)

Erste Amtshandlung der neuen Bürgerschützen-Majestät. Ein Treffen zahlreicher Schützenfreunde

Monschau/ Imgenbroich. „Denk ich an Imgenbroich, dann fällt mir eine Menge Regen ein“, so hörte man im Vorfeld noch den einen oder anderen sagen, zu feucht waren noch die Erinnerungen an ein verregnetes Stadtschützenfest 2010. Auch diesmal sahen die Wetterprognosen nicht allzu gut aus. Die 25 tapferen Bürgerschützen, die ihren neuen König begleiten wollten, wurden mit einem tollen Schützentreffen belohnt.

Die Schützenfreunde aus Imgenbroich feiern in diesem Jahr ihr 50. Bestehen – 1963 wurde die Schützenbruderschaft St. Hubertus ins Leben gerufen; eine hübsche Festschrift erinnert daran. Nicht zuletzt auch deshalb fand das 65. Bezirksbundesfest der Schützen hier statt. Die Bürgerschützen Montjoie als älteste Schützenvereinigung des Monschauer Landes durften hierbei nicht fehlen!

Hermann I. Weiß, Vereinspräsident Georg Kaulen und Ehrenkönig Heinz Mertens hießen ihre Schützen willkommen, darunter auch Ralf Kaulen, Geschäftsführer und diesjähriger Gedächtniskettenträger sowie Ehrenpräsident Guido Breuer und die Ehrenmitglieder Josef Hermanns und Jürgen Strauch. Auch der neue Jungschützenkönig Ralf Kaiser war erschienen – was sollte mit so vielen Majestäten da noch schiefgehen?

Um 13.30 marschierten die Bürgerschützen, begleitet vom Trommler- und Pfeiferkorps Imgenbroich/ Monschau ins Festzelt ein und Georg Kaulen konnte seine Schützen dem Festausschuss melden. Eine Stunde und einige Erfrischungsgetränke später erfolgte die große Aufstellung. In dem großartigen Festzug gingen die Bürgerschützen an achter Stelle. In direkter Nähe befanden sich die Bürgerschützen Gemünd, mit denen die Monschauer eine ganz besondere Freundschaft verbindet.

Weitere Schützengesellschaften waren die Bruderschaft St. Cornelius aus Rohren, St. Lambertus aus Kalterherberg, St. Johannes aus Simmerath, St. Michael aus Dedenborn – unter ihnen der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck, der den Monschauern als Festredner bei ihrem 650. Jubiläum in besonders angenehmer Erinnerung ist. Weiterhin hatten sich versammelt St. Johannes Lammersdorf (unter ihnen der Monschauer Sportschütze Sebastian Heeren), St. Sebastianus Rurberg (deren Schützen einmal jährlich zum Kleinkaliberschießen an den Schießstand an der Flora kommen), St. Hubertus Höfen, St. Josef Rollesbroich, St. Hubertus Roetgen, St. Hubertus Bartholomäus Mützenich, St. Josef Vossenack, St. Hubertus Kesternich und schließlich die Gastgeber St. Hubertus Imgenbroich. Zahlreiche Musikvereine aus der Region sorgten für angemessene Beschallung und den richtigen Rhythmus, den man nun einmal braucht, wenn man gemeinsam marschiert.

Und so ging man vom großen Parkplatz die Matthias-Offermann-Straße entlang, bog dann nach links in den Bruchzaun und marschierte dann die gesperrte Trierer Straße wieder zurück.

Dort wieder angekommen, sprach der Imgenbroicher Brudermeister Ralf Schmitz allen Teilnehmern seinen herzlichen Dank aus. Bezirksbundesmeister Kurt Bongard lobte im Anschluss den Festzug als ein „schönes Bild“. Er hob bei der Begrüßung vor allem unsere Gemünder Freunde heraus und berichtete von den gestrigen Feierlichkeiten, der Heiligen Messe mit Pastor Stoffels und den Wettkämpfen, bei denen sich Franz-Josef Koch von der St. Hubertus-Bartholomäusbruderschaft Mützenich mit 30 von 30 möglichen Ringen durchgesetzt hatte. Kurz dahinter landete mit 29 Ringen Heinz Simons aus Kesternich. Kurt Bongard dankte allen Musikvereinen und hob mit großem Recht ihre Bedeutung für ein solches Ereignis hervor. Im Folgenden erinnerte er an die Geschichte der gastgebenden Jubiläumsbruderschaft, zu der Imgenbroich Ortsvorsteher Bernd Neuß – auch aus langjähriger eigener Erfahrung – einiges beisteuerte.

Bürgermeisterin Margarita Ritter
Bürgermeisterin Margarita Ritter

Auch Monschaus Bürgermeisterin und Schirmherrin des Fests Margareta Ritter gratulierte den Imgenbroicher Schützen zu ihrem Jubiläum. Sie wünschte dem amtierenden Schützenkönig Lothar Steffens viel Freude in seinem Regentschaftsjahr. Von der Bühne aus grüßte sie auch den frisch gebackenen Schützenkönig der Bürgerschützen Montjoie.

Nach dem großen Zusammenspiel der anwesenden Musikvereine erfolgte dann der heiß erwartete Appell zum Wegtreten. Die trinkfreudigen Bürgerschützen aus Monschaus Altstadt betraten das große Festzelt und labten sich an dem einen oder anderen Kaltgetränk. Wie immer bei solchen Veranstaltungen wurde die Gelegenheit beim Schopf ergriffen: Schützenfreundschaften können hier geknüpft, erneuert, stabilisiert werden. Selten finden sich so viele Schützen an einem einzigen Ort, da gab es viele Gelegenheiten zum Austausch. Und nebenbei – eines ist gewiss: Denkt man nach diesem wunderbaren Fest an Imgenbroich, dann fällt einem nun nicht mehr nur Regen ein…