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Eine ganz normale Versammlung (18.03.2013)

Generalversammlung der Bürgerschützen Montjoie mit Blick zurück und mit Aussichten für das neue Schützenjahr

Monschau. Knapp 30 Mitglieder hatten sich am Montagabend zu ihrer Generalversammlung im „Restaurant Flosdorff“ eingefunden, um Rückblick zu halten auf ein ereignisreiches Schützenjahr, aber auch um die Zukunft gemeinsam des Vereins zu planen.

Aufmerksame Bürgerschützen sowie König Peter IV. beim Geschäftsbericht
Aufmerksame Bürgerschützen sowie König Peter IV. beim Geschäftsbericht

Präsident Georg Kaulen konnte neben dem amtierenden Schützenkönig Peter IV. (Kutsch) und Ehrenkönig Heinz I. (Mertens) auch Ehrenpräsident Guido Breuer sowie die Ehrenmitglieder Josef Hermanns und Christian Waldeck begrüßen. Eine weitere Majestät Monschaus wurde ebenfalls ausdrücklich willkommen geheißen: Bierkönig René Zorn ist ja nicht nur tragendes Mitglied der Bierköniggesellschaft, sondern eben auch Mitglied der Bürgerschützen.

Diese erhoben sich, um zu Beginn der Versammlung ihrer verstorbenen Mitglieder zu gedenken: Von Franz-Wilhelm Klöppel, Pejo Weiß und Rolf Bögelsack hatte man in dem verstrichenen Schützenjahr Abschied nehmen müssen. 

„Die Zahl der Mitglieder beläuft sich derzeit auf 146“, verkündete der Präsident. Da keine Neuanmeldungen vorlagen, was durchaus bedauerlich ist, entfiel damit diesmal auch die traditionelle Ballotage, der Mitgliederentscheid über eine eventuelle Neuaufnahme. Präsident Kaulen musste auch einen weiteren Punkt von der Tagesordnung streichen: die Übergabe des Königsalbums an die Ex-Majestät des Jahres 2011/2012 – und damit an sich selbst, denn Georg II. hatte in diesem Jahr zum zweiten Mal die Königswürde erlangt. Das Album und damit den wesentlichen Erinnerungsspeicher der Regentschaft wird ihm bei der nächsten Mitgliederversammlung überreicht werden.

Schießmeister Christoph Breuer
Schießmeister Christoph Breuer

Der Schießmeister der Bürgerschützen Christoph Breuer berichtete von den Aktivitäten rund um den Schießsport innerhalb des Vereins. Er erzählte von der Vereinsmeisterschaft der Schießsportgemeinschaft, die Rekordmeister Peter Dick erneut – und damit zum 14. Mal – hatte für sich entscheiden können. 

Den mittlerweile 44. Sieg hatte die Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen beim jährlichen Vergleichsschießen gegen die Gemünder Schützenfreunde erzielen können. Breuer berichtete von weiteren Kontakten zu Schützenvereinen der Region, von den erfolgreich absolvierten Ausbildungen als verantwortliche Aufsicht fürs Schießen und den Fortschritten bei der Überdachung des Kanals vom Schießstand an der Flora. 

„Leider“, so der Schießmeister, „haben wir nach wie vor ein echtes Nachwuchsproblem; es haben sich keine Jungschützen eingefunden, um den Schießsport unter Aufsicht zu erlernen.“

Schriftführer Harald Egerland und Schatzmeister Dietmar Gonnermann
Schriftführer Harald Egerland und Schatzmeister Dietmar Gonnermann

Obligatorisch folgte der Bericht des Schatzmeisters Dietmar Gonnermann. Beeindruckenden Ausgaben standen immer noch gesunde Einnahmen gegenüber, so dass die finanzielle Situation des Vereins zwar keine großen Sprünge erlaube, aber doch als gesichert betrachtet werden könne. Schützenmitglied Rudolf Goffart, einer der beiden Revisoren, die die Kasse gewissenhaft geprüft hatten, bescheinigte, dass alles in Ordnung sei und empfahl die Entlastung des Vorstands.

Der Bericht des Geschäftsführers Ralf Kaulen war geeignet, die schönen Momente des vergangenen Schützenjahrs vom 1.10.2011 bis zum 30.09.2012 Revue passieren zu lassen. 

Da wurden einige Erinnerungen wach: Eine große Errungenschaft war sicherlich die neue Freundschaft zu den Neusser Schützen „Nur för de Freud“, die auf unserem Schießplatz ihre Zugmajestät ausgeschossen und sich mit einer Einladung zu dem großartigen Neusser Schützenfest revanchiert hatten. Aber auch viele weitere Ereignisse hatten das abgelaufene Geschäftsjahr niemals langweilig werden lassen. Die Berichte in den entsprechenden Jahresrückblicken auf dieser Homepage legen davon Zeugnis ab.

Es gibt auch Erfreuliches zu berichten
Es gibt auch Erfreuliches zu berichten

Präsident Kaulen verwies auch bezüglich der kommenden Schützentermine auf den Kalender der Bürgerschützen-Homepage. Er hob das Stadtschützenfest in Mützenich (02.06.), den Familienwandertag (13.07.) und die nächste Mitgliederversammlung (19.08.) hervor sowie das Hubertusessen (09.11.), den Volkstrauertag (17.11.) und das Vergleichsschießen gegen Gemünd (24.11.), das in diesem Jahr wieder in Monschau stattfindet. Des Weiteren erläuterte er genauer den Ablauf des diesjährigen Schützenfestes und der Kirmes und gab entsprechende Termine bekannt.

Am Ende erfolgte eine längere Aussprache zu verschiedenen Punkten, so z.B. zu der Entzerrung von Schützenfest und Kirmes. Dabei wurde manchmal kontrovers, aber immer konstruktiv diskutiert. Deutlich wurde vor allem, wie viel den Schützen an ihren traditionellen Feierlichkeiten gelegen ist. Auch zur Tradition der Bürgerschützen gehörte immer die Mitwirkung am Monscher Karneval. Auf Anfrage des Präsidenten meldeten sich gleich drei Mitglieder, die zukünftig als Abgeordnete der Bürgerschützen die Vereinsgemeinschaft Karneval tatkräftig unterstützen werden.

Georg Kaulen schloss mit einem Appell, weiterhin Mitglieder zu werben und der Hoffnung, dass es auch beim nächsten Königsschießen wieder Aspiranten auf die Jungschützenkönigwürde geben werde – „vielleicht auch einmal welche, die sich dann der Schießsportgemeinschaft anschließen werden!“

Auch wenn schon während des offiziellen Teils der Versammlung die eine und die andere Runde gegeben wurde, so blieben nicht wenige Schützen noch länger, um den Abend in Gemeinschaft zu beschließen.

Alles in allem handelte es sich um eine Generalversammlung ohne die typischen Höhepunkte wie Neuanmeldungen mit Ballotage, Übergabe des Königsalbums oder Ehrungen. So gesehen also eine ganz „normale“ Versammlung; etwas, das man aus der letzten Zeit, vor allem aus dem Jubiläumsjahr kaum noch kannte.