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Deutlicher Heimsieg für Monschauer Schützen (24. November 2013)

Bürgerschützen Montjoie gewinnen das 57. Vergleichsschießen mit Gemünd. Spannender Wettkampf und großartige Stimmung

Brudermeister Ditmar Krumpen

Monschau. „Ich habe euch schon einmal den Zeitungsbericht von morgen mitgebracht“, begrüßte Präsident Georg Kaulen die zahlreich erschienenen Gäste im Vereinsheim an der Flora und hielt augenzwinkernd die Kopie eines Berichts hoch, der von einem Monschauer Sieg kündete. Durch Zufall war er vor kurzem auf dieses alte Stück Zeitung gestoßen: Fast auf den Tag 30 Jahre alt ist der Artikel und erzählt von einer Schützenfreundschaft, die schon viel länger besteht.

Präsident und Brudermeister

Ganz so leicht wollten es die Gemünder Sebastianusschützen ihren Monschauer Freunden diesmal nicht machen. Eigens einen Bus hatten sie gemietet und waren mit 14 Teilnehmern angereist, um heute den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Fleißig hatten sie dafür trainiert, auch die amtierende Majestät, unser geschätzter Freund Christoph Kammers, hatte sich vorbereitet und ein Fass Gemünder Bier mitgebracht, das man gemeinsam nach dem Wettkampf leeren wollte.
Auch die Monschauer Majestät, Hermann I. (Weiss) war noch am Morgen auf den Schießstand gekommen, um unter Anleitung Peter Dicks, des Schießleiters der Sportschützen, und seines Vaters Hermann Weiss Senior, eines der Gründungsmitglieder der Monschauer Schießsportgemeinschaft, das Liegendschießen mit dem Schießriemen zu üben.

Das Vereinsheim an der Flora war so gut besucht wie selten, die Stimmung war wie immer bei diesen Treffen humorvoll und freundschaftlich. Der Präsident der Bürgerschützen und Ditmar Krumpen als Brudermeister von Gemünd riefen zu den Waffen, um in sportlicher Fairness einen Sieger zu ermitteln. Geschossen wurde über eine Distanz von 50 Metern mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr, jeweils 5 Schuss stehend-aufgelegt und liegend-freihändig. Bei den Ergebnissen im Stehendschießen zeigte sich, dass sich die Schützen beider Vereine als durchaus ebenbürtig erweisen. Beim Liegendschießen wurde aber deutlich, dass diese Disziplin den Monschauern eher lag. „Das liegt daran, dass bei uns das Liegendschießen weniger trainiert wird“, erklärte Rudi Wiedemeyer, mit 76 Jahren der Senior unter den Gemündern – und doch fast immer wieder deren Nummer Eins. „Das muss man üben, üben, üben!“ Die Monschauer schossen hier so gut wie beim Auflageschießen, bei den Gemündern zeigte sich ein deutlicher Leistungsabfall. Christopher Stollenwerk, der schon 2010 den Wettkampf als tagesbester Monschauer Schütze abgelegt hatte, zeigte auch hier wieder eine gute Form, als er liegend eine „50“ mit vorbildlichem Schussbild hinlegte. Unter den Monschauern die einzige Schützin: Danja Waldeck-Dick half aus und katapultierte sich ohne jegliches Training in die Wertung.

Schießergebnisse
Vergleich der Ergebnisse

Mit zunehmender Tageszeit zeichnete sich ein deutliches Ergebnis ab. Die Monschauer mussten nur noch dieses eine Mal siegen, dann hätten sie drei Siege in Folge erzielt und dürften den von Ehrenkönig Heinz Mertens gestifteten Pokal in ihrem Vereinsheim aufstellen. Schon damals hatte Heinz davon gesprochen, dass dieser Pokal eine „Rückkehr-Automatik nach Monschau“ besäße – er sollte damit Recht behalten. Am Ende, nachdem die jeweils besten zehn Schützen gewertet worden waren, stand es 895 zu 861 Ringe für die Heimmannschaft: ein Monschauer Sieg mit einer Differenz von 34 Ringen, das war schon einmal knapper gewesen!

Siegerfoto

Monschaus Präsident Georg Kaulen und Gemünds Brudermeister Ditmar Krumpen nahmen die Siegerehrung vor und überreichten Mannschaftsführer Peter Dick den großen Pokal. Die jeweils tagesbesten Schützen beider Vereine wurden ebenfalls geehrt. Auf Gemünder Seite handelte es sich dabei – wen wundert’s? – um Alt-Schütze Rudi Wiedemeyer, der mit 92 von 100 möglichen Ringen seine zeitlose Form unter Beweis stellte. Für Monschau schoss an diesem Tag Harald Egerland mit 95 Ringen am glücklichsten, gerade er, der den Schießsport in beiden Vereinen ausübt und damit ein gutes Beispiel ist für die gelebte Schützenfreundschaft zwischen Monschau und Gemünd. Nach der Siegerehrung wurde noch gefeiert. Dabei vergaß man auf beiden Seiten nicht, sich für die nächsten Treffen zu verabreden. Die Gemünder waren erst vor kurzem auf dem Hubertusessen in Monschau gern gesehene Gäste, der Gegenbesuch erwartet die Gemünder auf ihrem Familienabend am 18. Januar 2014.

 

Sebastianusschützen 1699 e.V. Gemünd

Bürgerschützen Montjoie 1361 e.V. Monschau

Nr.

Name

stehend

liegend

gesamt

Name

stehend

liegend

gesamt

1

Rudi Wiedemeyer

46

46

92

Harald Egerland

49

46

95

2

Rolf Wiedemeyer

44

46

90

Christopher Stollenwerk

44

50

94

3

Udo Golbach

45

45

90

Christoph Breuer

46

48

94

4

Markus Müller

46

43

89

Andy Leis

45

46

91

5

Rainer Schmitz

47

41

88

David Lerch

46

43

89

6

Reinhard Maeding

41

43

84

Klaus Stollenwerk

46

42

88

7

Ernst Mauel

46

37

83

Peter Dick

44

44

88

8

Markus Krumpen

45

38

83

Sebastian Heeren

45

42

87

9

Ditmar Krumpen

43

39

82

Ulrich Dick

42

43

85

10

Manfred Müller

43

37

80

Danja Waldeck-Dick

44

40

84

11

Alfred Golbach

35

44

79

S.M. Hermann Weiss

42

42

84

12

Florian Schmitz

44

34

78

Martin Goffart

42

37

79

13

S.M. Christoph Kammers

38

39

77

Hermann Weiss Sen.

30

38

68

Gesamtringzahl = 861

Gesamtringzahl = 895

Sieger 2013

Monschau mit 895 Ringen