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Auswärtssieg der Monschauer Sportschützen (11. November 2012)

Bürgerschützen Montjoie gewinnen das 56. Vergleichsschießen mit Gemünd. Gemünder Schützenkönig triumphiert über Monschauer Amtskollegen

 

Gemünd. Mit einem Sieg in der Tasche fuhren die Sportschützen der Bürgerschützen Montjoie nach Hause. In einem spannenden Wettkampf im Kleinkaliberschießen über 50 Meter konnten sich die Favoriten auch auswärts behaupten. Trotz der sportlichen Rivalität wurde auch die mittlerweile 56. Begegnung der beiden Schützenvereine zu freundschaftlichem Austausch genutzt.

Gemeinsames Feiern

Dabei hatte es anfangs für die Monschauer gar nicht so gut ausgesehen. Personell arg geschrumpft waren sie angetreten. Einige der stärksten Schützen hatten absagen müssen. Mit einem deutlichen Sieg wie im vergangenen Jahr konnte diesmal also nicht gerechnet werden. "Die Bedingungen auf dem Schießstand sind auch ganz anders als bei uns", erläuterte Christoph Breuer, Schießmeister der Bürgerschützen. "Wir sind Kunstlicht gewohnt, hier schießt man bei Tageslicht, da sich die Schießbahnen im Freien befinden." Die Konsequenz: Bis zum späten Nachmittag sollte man mit dem Wettkampf durch sein, da sonst die Sichtverhältnisse zu dieser Jahreszeit schwierig werden können. "Mit dem tollen Wetter haben wir diesmal Glück", freute sich Christoph Kammers, Brudermeister der gastgebenden Sebastianusschützen 1699: "Der Sonnenschein lässt uns die Ziele gut erkennen."

Hier zählt jeder Ring
Punkterichter bei der Arbeit

Die Wettkampfscheiben warten auf die Geschosse in 50 Meter Entfernung. Stehend aufgelegt und liegend Freihand wird auf sie geschossen. 15 Schützen können jeweils ins Rennen geschickt werden, die besten zehn kommen in die Wertung. Die Bürgerschützen aus Gemünd nutzten die höchstmögliche Teilnehmerzahl aus, seitens der Monschauer beteiligten sich lediglich elf Schützen.

Verstärkt wurden beide Vereine von ihren diesjährigen Majestäten. Schützenkönig Willi Geschwind aus Gemünd und Peter Kutsch aus Monschau hatten sichtlich Freude am königlichen Messen. Ein Trost aus Gemünder Sicht: ihre Majestät schoss deutlich besser. Da half auch die Begleitung der beiden letzten Könige Georg Kaulen und Heinz Mertens nichts. Dabei hatte König Peter IV. auf der Trainingsscheibe sehr gut abgeschnitten

Schießergebnisse
Siegerfoto mit Majestäten

Mit 890 zu 878 Ringen gewann am Ende das Monschauer Team, obwohl die Gastgeber fleißig trainiert und sich gute Chancen ausgerechnet hatten, wie Christoph Kammers betonte. Am Schluss war es der 44. Sieg für Monschau, und Mannschaftsführer Peter Dick erhielt den Pokal. Der guten Laune tat das keinen Abbruch, zumal die beiden Tagessieger mit ihrem Einzelergebnis von 95 Ringen gleichauf lagen: Georg Foerster aus Monschau und Routinier Rudi Wiedemeyer aus Gemünd reichten sich strahlend die Hände. Beide gewannen nicht zum ersten Mal. Für die Gemünder ist Wiedemeyer durchaus eine Legende; es gab bislang kaum einen Wettkampf, bei dem er nicht den ersten Platz belegt hatte.

Die Vertreter der Bürgerschützen Montjoie schlugen sich recht gut: Fünf der insgesamt elf Schützen hatten die Marke von 90 Ringen geknackt, aus Gemünd schafften das nur drei. Die große Gesamtmarke von 900 Ringen erreichte man aber diesmal im Vergleich zum letzten Jahr nicht.

Tagessieger Georg Förster
Tagessieger Rudi Wiedemeyer

Die Gemünder Schützen geben natürlich nicht auf und hoffen auf's nächste Jahr, wenn sie in Monschau antreten werden, um den Wanderpokal zu erobern. Wer dreimal in Folge siegt, der kann das gute Stück für immer behalten. Die Zeugen der vergangenen Aufeinandertreffen stehen alle im Monschauer Vereinsheim. "Aber irgendwann einmal reißt jede Serie" - so die Hoffnung des Brudermeisters aus Gemünd. Seine Schützen waren zuletzt bei uns zu Gast im Kolpinghaus anlässlich des Hubertusessens, wir werden im Januar einen Gegenbesuch abstatten, wenn die Sebastianusschützen ihren Familienabend begehen. Schon jetzt freuen wir uns darauf, wenn wir zu Gast sind bei guten Freunden. Dann wird gemeinsam in Gemünd gefeiert, die Gewehre bleiben dann zu Hause.

Für diesmal möchten wir Dank sagen unseren Gastgebern, die uns mit Brötchen, Würstchen und Kartoffelsalat sowie leckeren Kaltgetränken umsorgten. Wir sind stolz auf diese Freundschaft, die unsere beiden Vereine verbindet.