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Rückblicke, Ehrungen und Ausblicke (29. August 2012)

Bürgerschützen Montjoie halten kurz vor der Monscher Kermes ihre Mitgliederversammlung ab

 

Gut 30 Schützen hatten den Weg in Monschaus urige Gaststätte "Zum Haller" gefunden, um noch einmal kurz vor Schützenfest und Kirmes wichtige Dinge zu besprechen und vor allem die noch ausstehenden Ehrungen treuer Mitglieder vorzunehmen.

 

Gaststätte "Zum Haller"

Präsident Georg Kaulen begrüßte die Anwesenden und blickte auf einige Veranstaltungen des letzten Jahres zurück. So berichtete er vom Stadtschützenfest am 3. Juni dieses Jahres, das in Kalterherberg bei ungemütlichen Wetterverhältnissen stattgefunden hatte. Trotz des Regens habe man sich königlich amüsiert in der großen und damit regengeschützten Festhalle und wieder Freundschaften geknüpft. In diesem Zusammenhang bedauerte er ausdrücklich, dass der Einladung der Kalterherberger Schützenfreunde nur zehn Monschauer gefolgt seien. Zwar könne er angesichts des unfreundlichen Wetters dafür in gewisser Weise Verständnis aufbringen, er erinnerte aber daran, dass die Teilnahme am Stadtschützenfest nicht eine Idee des damaligen Vorstands gewesen, sondern aus der Mitgliederversammlung gekommen sei.

Präsident Georg Kaulen gratuliert Jürgen Thiemann

Gerhard Lück

Überhaupt sei bei Veranstaltungen des Vereins jenseits von Schützenfest und Kirmes eine größere Beteiligung wünschenswert. Das gelte unter anderem auch für den Familienwandertag, bei dem man auch gerne verstärkt die neueren Mitglieder begrüßen würde. Bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam zu trinken und Leckeres vom Grill mit den Vereinskameraden zu essen, das sei doch etwas, das ebenfalls zu einem geselligen Vereinsleben gehöre. Am vergangenen Wandertag seien Georg Foerster und Rolf Fast für ihre 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. Alt-Mitglied Willi Heinen, der für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt worden war, hatte es sich ebenfalls am Wandertag gut gehen lassen und den Nachmittag sichtlich genossen.

Zwei Ehrungen galt es auch an diesem Abend vorzunehmen. Jürgen Thiemann, die Majestät von 1994, ist seit 25 Jahren dabei und empfing dafür die silberne Vereinsnadel. Gerhard Lück bringt es schon auf die doppelte Anzahl an Jahren und freute sich somit über die goldene Nadel. Seit 1962 hält er seinem Verein die Treue. Manfred Momberg und Egon Scheffen (beide seit 25 Jahren Mitglied) waren leider verhindert und werden ihre Auszeichnung bei späterer Gelegenheit erhalten.

Im Anschluss daran erläuterte der Präsident noch einmal sehr detailliert das Programm von Schützenfest und Kirmes, die dieses Jahr - ähnlich wie bei der Jubiläumskirmes des vergangenen Jahres - wieder getrennt gefeiert werden sollen. Nicht zuletzt aufgrund des großen Zuspruchs soll auch in diesem Jahr die Inthronisation der neuen Majestät auf dem Marktplatz der Altstadt stattfinden, wenn es denn die Wetterverhältnisse zulassen. Ansonsten weicht man kurzfristig ins Kolpinghaus aus. Die "Markthalle Monschau" etabliert sich als Örtlichkeit des neuen Kirmesballs, der an die Stelle des alten Königsballs rückt und für alle Monschauer und Besucher offen sein soll.

 

Eine Besonderheit bildet dieses Jahr sicherlich die Prozession zur Pfarrkirche am Kirmessonntag. Dort werden die Musiker des "Großen Genker Orchesters" für die Begleitung sorgen. Diese Nachfolgeorganisation der "Genker Harmonie" wird auch am Kirmesfrühschoppen im Kolpinghaus teilnehmen. Es sind hierbei 70 bis 80 Musiker zu erwarten! Präsident Kaulen erläuterte, wie es zu diesem ungewöhnlichen Gastauftritt gekommen war: Die Freunde aus Genk, die den Bürgerschützen seit ihrem Auftritt bei der 600-Jahr-Feier im Jahr 1961 freundschaftlich verbunden sind, planten für diesen Tag (Sonntag, 09. September) ihren diesjährigen Vereinsausflug und hatten in diesem Zusammenhang angefragt, ob sie hier spielen könnten. Um die stark in Anspruch genommenen Musiker der "Musikvereinigung Montjoie" nicht über Gebühr zu belasten, habe man das freundliche Angebot gerne angenommen. Kaulen betonte ausdrücklich, dass diese Entscheidung nur im Sinne der Musikvereinigung getroffen worden sei und nichts zu tun habe mit einer irgendwie gearteten mangelnden Wertschätzung der Monschauer Musiker - ganz im Gegenteil! Für die Veranstaltung im Kolpinghaus nach der Heiligen Messe sei jedenfalls "ein interessantes Frühschoppen-Konzert" zu erwarten.

 

Zuletzt berichtete der Präsident noch von dem Fortschritt bei den Bauarbeiten am Vereinsheim. Ein neues Dach sei in gemeinschaftlicher Arbeit bei zwei "Großkampfeinsätzen" über dem Schießkanal errichtet worden; mit ihm erhofft man sich Schutz vor Feuchtigkeit innerhalb des Kanals. Er verschwieg, dass zwischen diesen beiden großen Bauterminen viele vorbereitende Arbeiten durch den Geschäftsführer und ihm selbst erfolgt seien.

 

Unter "Verschiedenes" erinnerte Georg Kaulen an einen Besuch des Grenadierzuges "Nur för de Freud" vom 3. Oktober des vergangenen Jahres. Die Neusser Schützen waren nach Monschau gekommen und hatten den Schießstand Burgau genutzt, um ihren Schützenkönig und ihre Königin per Kleinkalibergewehr auszuschießen. Sie waren so angetan von der Gastfreundschaft der Bürgerschützen, dass sie ebenfalls eine Einladung aussprachen: Am 26. August fand nun in Neuss das große Schützenfest statt, das größte Fest dieser Art in ganz Nordrhein-Westfalen. Eine Abordnung der Bürgerschützen wurde von den neuen Schützenfreunden aus Neuss empfangen und auf vorbildlichste Weise betreut und großherzig bewirtet. Kaulen: "Ein unvergessliches Erlebnis. Über 7200 Teilnehmer marschierten bei dem Aufzug durch die Stadt. Die Freundlichkeit, die wir durch die Neusser Kameraden erfahren durften, lässt uns auf eine neu entstandene Schützenfreundschaft hoffen." Vielleicht komme man ja nächstes Jahr mit einer größeren Abordnung?

 

Nach einer dreiviertel Stunde schon war der offizielle Teil der Versammlung beendet. Auch wenn man angesichts zahlreicher Getränkerunden, die zwischen den Berichten und Besprechungen immer wieder gegeben worden waren, zu keinem Zeitpunkt eine trockene Kehle haben konnte, begann jetzt der gemütliche Teil, an dem bis in den späten Abend geklönt werden konnte. Es bleibt festzuhalten, dass sich alle Anwesenden sehr zufrieden mit den Planungen bezüglich Schützenfest und Kirmes zeigten und ihrer Freude auf das über zwei Wochen verteilte Event Ausdruck verliehen.