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Krawumm! - Desaster auf dem Schießplatz Burgau (18. Juli 2012)

Viel zu tun gibt es, um den Schießplatz Burgau pünktlich zur Kermes fertig zu bekommen: Kastanie zerstörte "Präsidententisch"

Der abgebrochene Ast

Monschau. In den Nachmittagsstunden des 18. Juli stürmte es - eigentlich keine Seltenheit in unserer Region. Doch dieser Sturm ließ einen baumdicken Ast der übrig gebliebenen Kastanie auf der Burgau bersten und richtete Zerstörungen auf dem Schießplatz der Bürgerschützen an. Dabei kam das Unglück nicht aus heiterem Himmel, sondern lag sozusagen in der Luft.

Die Bruchstelle

Bereits seit über zehn Jahren befindet sich der Präsident der Bürgerschützen Georg Kaulen, zuletzt in seiner Eigenschaft als Ortsvorsteher der Monschauer Altstadt, mit der Stadtverwaltung in Verhandlungen wegen der Bäume am Schießplatz: "Vor allem sah ich immer eine große Gefahr darin, dass die alten Bäume irgendwann umfallen könnten und dadurch die Bruchsteinmauern an der Rur und an der rückwärtigen Seite des Platzes so stark in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, dass eine Instandsetzung eine Summe im sechsstelligen Bereich verschlingen würde", so Kaulen. 2010 wurde ein Ortstermin des Umweltausschusses des Rates der Stadt Monschau durchgeführt, bei dem der Forstbeamte der Stadt den Ausschussmitgliedern die Gefahr, die von den Bäumen ausgeht, erläuterte. Dennoch konnte im Ausschuss kein Beschluss zum Fällen der betroffenen Kastanie gefällt werden, da sich einige Mitglieder energisch dagegen aussprachen. So konnte man sich lediglich dazu durchringen, die Bäume zunächst einmal zu stutzen.

Kran für Baumfällung
Arbeiten am Problembaum März 2011

Am 2. März 2011 war es dann so weit: Ein schwerer Kranwagen rollte an und wurde in Position gebracht, ein Baumkletterer und viel Personal sorgten in einer überaus aufwändigen "Beschneidungsaktion" für die beschlossene Stutzung. Eine Fichte und eine Kastanie wurden tatsächlich komplett gefällt. Für die Bäume, die noch im rückwärtigen Bereich des Platzes und die in Richtung "Stadtparkcafé" stehen, sollte ein erneuter Termin im nächsten Jahr festgesetzt werden, da die Kosten für den Kranwagen doch recht erheblich waren. Aus Haushaltsgründen hat dieser aber leider nicht stattgefunden.

Was vom Tisch übrigblieb

Nun hat der Sturm Tatsachen geschaffen.

Georg Kaulen hat gleich am nächsten Tag, dem 19. Juli diesen Jahres, den Leiter des Bauamtes der Stadt Monschau über den Schaden informiert. Noch am selben Tag wurden die Schäden besichtigt und die Aufarbeitung durch Mitarbeiter des Bauhofes zugesichert.

Den zerstörten Tisch, an dem der Präsident mit seinen Assistenten während des jährlichen Königsvogelschießens zu sitzen pflegt, um die Schießordnung zu verlesen und die entsprechenden Namen der Schützen aufzurufen, werden die Schützen wohl erst einmal selbst instand setzen. Denn immerhin naht das Schützenfest. Und man möchte sich gar nicht vorstellen, wenn ein stürmischer Wind dabei gefegt hätte. Schlussendlich kann man froh darüber sein, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Der Ast, der von der alten Kastanie getrennt wurde, war jedenfalls selbst so stark wie ein ausgewachsener Baum. Die Bilder sollen das veranschaulichen.