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Marlies Mevissen zum 80.! (14. August 2012)

Monschauer Vereine feiern mit dem beliebten Geburtstagskind

Marlies Mevissen
Seine Majestät Georg II. (Kaulen)

Monschau. "Und dann gehen wir noch bei Marlies vorbei": So oder so ähnlich klingt es, wenn man sich aufmacht zum großen Imbiss. Die Gelegenheiten sind dabei austauschbar. Die Musikanten des Trommler- und Pfeifferkorps Imgenbroich/ Monschau und die unermüdlichen Schützenbrüder, die sich jedes Jahr zu Kirmes aufmachen, um in aller Herrgottsfrühe die Altstadt zu wecken, oder der große Jubelzug der Bürgerschützen, ganz zu schweigen von der Bierköniggesellschaft, die ihre "gute Seele" gleich zum Ehrenmitglied erklärt haben - sie alle machten Station am Hexenhäuschen von Marlies Mevissen. Dort konnte man - im wahrsten Sinne des Wortes - auftanken und Kraft schöpfen im anstrengenden Geschäft der Monscher Kermes.

Blumen und Geschenke
Ehrenkönig Heinz Mertens

Und Marlies und ihre Verstärkung tafelten auf: Kuchen, Süßigkeiten, Salziges, liebevoll belegte Brötchenhälften, frisch gekochte Eier, dazu Kaffee, verschiedene Sorten Bier, Limonade und Wasser in rauen Mengen - und für die Raucher gab es stets Zigaretten. Ja, bei Marlies "Station machen" - das war eine Sache! Sie hatte immer mehr, als selbst hungrige Bataillone schaffen konnten. Und zum Schluss gab's Kräuterlikör, Schnäpschen und so weiter und so fort. Da gab es durchaus schon strategische Verabredungen, bei den vorherigen Stationen nicht über die Maßen zuzulangen - "schließlich kommen wir ja noch zu Marlies"! Und Marlies wirkte glücklich - eine Dame, die es liebt, Gastgeberin zu sein, zu bewirten, zu lachen und zu tanzen. Wenn sie sah, wie zufrieden und guter Laune ihre zahlreichen Gäste waren - dann war alles so, wie es sein sollte! Der Schützen- und auch der Bierkönig schenkten ihr zur Belohnung den obligatorischen Schneewalzer. Welcher Schützenkönig hätte es gewagt, ihr das zu verwehren?

Aber auch sonst war und ist Marlies Mevissen etwas Besonderes in der Altstadt - wer könnte ihre Auftritte zu Halloween als Hexe Esmeralda vergessen, bei denen sie Kinder und Erwachsene kostümiert erfreute - und natürlich bewirtete, wie sonst? Marlies Mevissen ist aus dem Vereinsleben unseres kleinen Städtchens nicht wegzudenken - und das, so Christian Waldeck als Vorsitzender des Ortskartells, "obwohl Marlies gar keine geborene Monschauerin ist - eine Zugezogene!" Nun, das stört in der Tat niemanden hier, falls das jemals der Fall gewesen sein sollte.

Bürgerschützenabordnung
Mit Musik zum Altenheim

Am Dienstag, den 14. August, war es dann so weit: Marlies feierte ihren 80. Geburtstag! Und wieder kamen alle zu ihr - zwar nicht zu ihrem Hexenhäuschen am Mühlenberg, sondern zum Maria-Hilf-Stift -, aber wieder wie gewohnt mit Musik und guter Laune! Um 18 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer am Ehrenmal: Musiker des Trommler- und Pfeifferkorps in ihren Spielmannsuniformen, eine Abordnung des Löschzugs Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr Monschau, die Sänger des Kirchenchors, Vertreter des Ortskartells,  die Ladies des katholischen Frauen- und Müttervereins in ihren rosa Polo-Shirts, die Leute von der Bierköniggesellschaft und natürlich eine Abordnung der Bürgerschützen Montjoie im Anzug und mit Schützenhut, angeführt vom Fahnenträger und den Majestäten - es versteht sich von selbst, dass diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt!

Das gefeierte Geburtstagskind
Mit weißen Rosen bewaffnet

Und so setzte sich der Trupp in Bewegung in Richtung Altenheim, wo er schon vom Geburtstagskind erwartet und begrüßt wurde. Nachdem man gerade eingetroffen war, öffnete der Himmel seine Schleusen. In der Garage fand man Schutz und einen Raum, in dem alle Marlies die herzlichsten Glückwünsche überbringen konnten. Die Bürgerschützen hatten sich dazu entschlossen, ihr weiße Rosen zu überreichen - jeder einzelne trat hervor, herzte die alte Dame und überreichte ihr eine Rose, bis sich ein stattlicher Strauß zusammengefunden hatte. Ähnlich handelten die Ladies in Pink - sie hatten sich für Sonnenblumen entschieden. Blumen gab es eh en masse zum runden Geburtstag: Marlies könnte in der Folge einen Blumenladen aufmachen. Musiziert und gesungen wurde auch; so gab sich der Kirchenchor keine Blöße und schmetterte fröhliche Geburtstagsgrüße.

Der Kirchenchor bringt ein Ständchen
Die Feuerwehr gratuliert

Dann kam, was kommen musste, denn bei Marlies gibt es keine Feier ohne eine ansprechende Bewirtung: mit zehn Tabletts mit Brötchenhälften, dazu ausreichend Kaltgetränke und natürlich mit den bekannten Likören drückte sie auf gewohnte Weise ihren Dank aus. Und schon hörte man das bekannte Murmeln: "Hätte ich das gewusst, ich hätte vorher nichts gegessen!" Und dann die Antwort: "Hättest du dir doch denken können - schließlich gehen wir zu Marlies!"

Von unserer Seite noch einmal: Herzlichen Glückwunsch, du gute Seele von Monschau, im Namen aller Vereine - vor allem aber in unserem, den Bürgerschützen Montjoie!