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Bürgerschützen zwischen Grünröcken (3. Juni 2012)

Stadtschützenfest in Kalterherberg: gute Stimmung im Nieselregen

und die Bürgerschützen sind dabei

Kalterherberg. Wenn an diesem Tag die englische Queen auf der Themse ihr 60jähriges Thronjubiläum während eines ständigen Nieselregens feiert, dann können wir in der Eifel das schon lange - vor allem in Kalterherberg, einer Gegend, die nicht unbedingt für trockenes Klima bekannt ist. Und so trafen sich die Schützenbruderschaften des Monschauer Landes, um ihre Stadtmajestäten zu ermitteln und im Anschluss zu feiern. Und die Bürgerschützen waren dabei.

Um 9 Uhr hatte man den Tag mit einer gemeinsamen Messe begonnen, ab 11.30 Uhr dann erfolgte der Wettkampf, bei dem die Stadtmajestäten ausgeschossen wurden. Zu diesem Zeitpunkt war das Wetter noch trocken geblieben, als es aber zur Feier und dem gemeinsamen Marsch durch die Ortschaft Kalterherberg ging, da öffnete der Himmel seine Schleusen.

Für die Bürgerschützen war das alles kein Problem: Erstens hatten sie schon Schlimmeres erlebt (so manch einer erinnerte sich da an das Stadtschützenfest in Imgenbroich vor zwei Jahren), zweitens verfügten sie über die neuen Bürgerschützen-Regenschirme mit Vereinslogo - endlich einmal Gelegenheit, diese ausgiebig zu testen.

Seit 2002 beteiligen sich die Bürgerschützen Montjoie am Stadtschützenfest. Zuvor war die Teilnahme vom Vorstand und einigen Mitgliedern nicht gewollt, da dieses Fest eher eine Sache der Bruderschaften war, weniger eine der weltlich orientierten Stadtschützen. Dann aber hatte sich der Wille durchgesetzt, Anschluss an die befreundeten Schützenvereine zu bekommen und die Beziehungen zu festigen. Seitdem wird mitmarschiert und mitgefeiert, aber: nicht mitgeschossen - das bleibt den Grünröcken vorbehalten!

Begrüßung der Vereine

Die St. Lambertus Schützenbruderschaft 1927 Kalterherberg e.V. und ihr Brudermeister Dirk Vormstein hießen ihre Gäste willkommen: die Schützenbrüder aus Höfen (St. Hubertus), aus Rohren (St. Cornelius), aus Imgenbroich (St. Hubertus), aus Mützenich (St. Hubertus-Bartholomäus) und die Bürgerschützen Montjoie 1361. Neben der Harmonie Kalterherberg waren auch weitere Musikvereine gekommen, so die Lyra Rohren und die Musikvereinigung Eintracht Mützenich. Außerdem sorgten der Turnverein, der Sportverein und die Freiwillige Feuerwehr aus Kalterherberg für Verstärkung und entsprechende Stimmung.

Zwei Ehrenkönige

Nach der Begrüßung der Vereine erhielten diese ihren Aufstellungsplan. Für die Bürgerschützen übernahm Präsident und amtierende Majestät Georg Kaulen diese Aufgabe. In seinem Gefolge fanden sich zwölf Bürgerschützen, darunter Ehrenkönig Heinz Mertens, Ex-Ehrenkönig Klaus Kaulard sowie die Ehrenmitglieder Josef Hermanns und Jürgen Strauch. Eine Premiere: Da Fähnrich Martin Goffart verhindert war, übernahm Christopher Stollenwerk das Amt: "Bei dem Wind ein Knochenjob!"

Angeblich gab es anfänglich eine Diskussion darüber, ob man überhaupt gemeinsam durch die Ortschaft marschieren solle - bei dem Wetter. "Beim Diözesanfest in Lammersdorf waren wir nachher nass bis auf die Knochen", erinnerte sich ein Schützenbruder aus Rohren. Und - jaja: Imgenbroich...

Damit waren die heutigen Wetterverhältnisse aber nun wirklich nicht zu vergleichen. Und was ein rechter Schütze ist, den schrecken auch ein paar Regentröpfchen nicht! Also wurde losgezogen - und tatsächlich fanden sich immer wieder Kalterherberger, die unter ihren Vordächern den Schützen und Musikern zuwinkten.

Peter Theissen und die neuen Stadtmajestäten

Nach dem Rundmarsch traf man dann wieder in der Vereinshalle in der Kuhlengasse zusammen. Dort wurde den neuen Stadtmajestäten zugejubelt. Der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling wünschte "noch ein gutes Gelingen und schöne Stunden", der Schirmherr der Veranstaltung Peter Theissen dankte der St. Lambertus Schützenbruderschaft und den teilnehmenden Musikvereinen. Die Vertretung der Bürgermeisterin Margareta Ritter, so Theissen, nehme er an einem solchen Ereignis sehr gerne wahr, denn Schützentraditionen seien ihm ein ganz besonderes Anliegen. So wünschte er "allen Majestäten ein tolles Jahr - es lohnt sich, einmal im Leben Schützenkönig zu sein" - das könne er nach seinem Jahr als König von Höfen mit Fug und Recht behaupten.

Und so wurde in der Halle gemeinsam gefeiert und auch das eine oder andere Kaltgetränk zu sich genommen. Die Kalterherberger hatten sich als gute Gastgeber gezeigt, mit einem Würstchenstand vor und einer reichhaltigen Kuchentheke in der Halle.
Das Trommler- und Pfeiferkorps Kalterherberg, welches vom Verbandsfest der Spielmannszüge aus Konzen zurück gekommen war, sorgte mit einem Konzert auf der Bühne für die Unterhaltung der Gäste.

Königsrunde

Und die Monschauer Schützen, die seit dem vergangenen Jahr ständig an Jubiläen denken müssen, erinnerten sich daran, dass man ja diesmal wieder etwas feiern könnte - zehn Jahre Beteiligung an den Stadtschützenfesten... Naja, lassen wir das, sonst erinnern wir uns noch daran, dass wir in diesem Jahr das 60. Jahr der Vereinswiederbegründung begehen könnten...