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Neuer Vorstand, neues Buch, neue Monscher Kermes? (2. April 2012)

Generalversammlung der Bürgerschützen Montjoie: Planungen zu Schützenfest und Kirmes. Neues Buch als Nachschlag zur Festschrift 

Monschau. Ganze elf Punkte standen auf der Tagesordnung zur Generalversammlung der Bürgerschützen, darunter so wichtige wie die Neuwahlen des Vorstands, die Planungen zu Kirmes und Schützenfest 2012 und die Präsentation des zweiten Bürgerschützen-Buches in Folge: "2011 - das Bürgerschützenjahr".

41 Schützen hatten sich am Montagabend, dem 2. April, im MON-Bistro in der Eschbachstraße eingefunden, um wichtige Dinge zu besprechen und zu beschließen. Präsident Georg Kaulen begrüßte alle Anwesenden, vor allem Ehrenpräsident Guido Breuer sowie die Ehrenmitglieder Josef Hermanns, Jürgen Strauch und Christian Waldeck. Bevor man an die Arbeit ging, wurde unserem verstorbenen Schützenbruder Willem Braun gedacht, der im August letzten Jahres von uns gegangen war.

Micha Kreitz
Guido Mannheims

Sodann wurde zur Ballotage geschritten. Mit Hilfe weißer und schwarzer Kugeln wurde über die Aufnahme neuer Mitglieder in die Schützenfamilie entschieden: Ralf "Übbes" Grefen, Sebastian Heeren, Micha Kreitz und Guido Mannheims wurden ballotiert, die Mitgliederzahl beträgt nun 148.

Ex-Schützenkönig Heinz I. (Mertens, rechts) mit dem Königsalbum

Eine angenehme Pflicht war es Georg Kaulen nun, dem Ex-Schützenkönig Heinz I. (Mertens) sein Königsalbum überreichen zu dürfen. Mit 125 Seiten hatte es nun den maximalen Umfang erreicht: "Mehr geht nicht in das Album hinein!" Aus rund 4.500 Fotos hat der Präsident eigenhändig und in stundenlanger Arbeit ein unverwechselbares Unikat zusammengestellt, das die Majestät des Jahres 2010 sichtlich bewegt entgegen nahm: "Auch wenn man prinzipiell weiß, wie diese Alben aussehen, ist es doch etwas völlig anderes, wenn man dann sein eigenes erhält", so Heinz Mertens, der sich mit warmen Worten bei allen Schützen für die schöne Zeit der Regentschaft bedankte. 34 Veranstaltungen waren in seine Zeit gefallen, von der die Bilder des Albums nun Auskunft geben.

Es folgte der umfangreiche Bericht des Geschäftsführers. Ralf Kaulen musste mehrmals absetzen und seine Kehle ölen, denn sein Bericht umfasste mit den Jubiläumsfeierlichkeiten ein ganz besonderes Schützenjahr. Neben dem Jubiläum und den wunderbaren Feierlichkeiten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aber noch weitere wichtige Ereignisse aufzuzählen: Ein Meilenstein sicherlich war die Aufnahme der Schützen in den Rheinischen Schützenbund, erfreulich der auch große finanzielle Erfolg der Hubertusfeier 2010, ein Sieg beim Vergleichsschießen gegen Gemünd und die Präsenz der Bürgerschützen auf dem Stadtschützenfest in Höfen.

In Vertretung des Schatzmeisters Dietmar Gonnermann stellte Ralf Kaulen im Anschluss die Kassenlage vor: Trotz enormer Kosten, die Festschrift und Jubiläumsfeierlichkeiten erforderten, stellt sich die Bilanz positiv dar. Der Verein hat ein großes Fest gestemmt und schreibt dennoch schwarze Zahlen. "Das liegt zum einen an der finanziell erfolgreichen Hubertusfeier 2010, aber auch an der Spendenfreundlichkeit unserer Mitglieder und Gönner", so der Geschäftsführer: "Nicht zuletzt hat der alte Vorstand durch kluges Zuwachssparen eine sichere Grundlage geschafft, so dass wir aus dem Jahr mit plus/minus Null herauskamen."

Nach der Entlastung des Vorstands folgte naturgemäß dessen Neuwahl, denn die drei Jahre Amtsdauer waren 'rum. Ehrenpräsident Guido Breuer übernahm Versammlungs- und Wahlleitung, denn zuallererst galt es, einen neuen Präsidenten zu wählen. Bevor er seines Amtes waltete, bedankte sich Breuer bei Präsident und Vorstand für deren Engagement im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten: "Ich war froh, dass ich damit als Präsident nichts mehr zu tun hatte!" Als er um neue Kandidaten für das Amt bat, ertönte von mehreren Seiten die Forderung nach Wiederwahl. Georg Kaulen wurde einstimmig wieder gewählt und übernimmt für weitere drei Jahre die Leitung des Vereins. Der geschäftsführende Vorstand wurde danach im Block wieder gewählt: Vizepräsident bleibt Heinz Mertens, Geschäftsführer bleibt weiterhin Ralf Kaulen. Auch das Amt des Schatzmeisters verbleibt in den Händen Dietmar Gonnermanns, der zwar nicht anwesend sein konnte, sich aber zuvor schriftlich bereit erklärt hatte, das Amt bei Wahl weiterhin auszuüben. Die Wahl der drei geschäftsführenden Vorstandsmitglieder erfolgte einstimmig. Von den ehemals vier Beisitzern hatten sich drei zur Wiederwahl gestellt: Lutz Schell konnte zwar ebenfalls nicht anwesend sein, hatte aber sein Einverständnis schriftlich beim Präsidenten abgegeben. Der Schießmeister der Schützen, Christoph Breuer, und der Pressewart, Harald Egerland, stellten sich ebenfalls wieder zur Wahl. Neu in den Kreis trat Klaus Stollenwerk. Diese vier Kandidaten wurden einstimmig gewählt, womit der Vorstand komplettiert war. Kassenprüfer bleibt Rudolf Goffart, hinzu tritt Ralf Weishaupt-Ungermann. 

Einen Rückblick der besonderen Art legte der Vorstand in Form eines neuen Buches vor: "Schon bei den Planungen zu unserer Festschrift hat der Vorstand das Dilemma einer jeden solchen Schrift erkannt", erläuterte Georg Kaulen, "Festschriften zum Jubiläum kommen immer vor den Feierlichkeiten heraus, die Festivitäten werden somit gar nicht dokumentiert." So habe man den "Nachschlag" gleich mitgeplant: 164 Seiten umfasst der Jahresrückblick, auf 240 Fotos und zahlreichen Berichten wird das Jubiläumsjahr von Januar bis Dezember aufgefaltet: "2011 - das Bürgerschützenjahr" entspricht in seiner Gestaltung der umfangreichen Festschrift und der Jubiläums-DVD. Der knapp zweistündige Film wird übrigens am 29. April im Kolpinghaus vorgeführt, "damit ihn auch die Monschauer sehen können, die vielleicht keinen DVD-Player haben", erläutert Kaulen, der Eintritt sei natürlich frei, Beginn um 16 Uhr. Das Buch jedenfalls konnte direkt im Anschluss der Versammlung für 5 Euro gekauft werden. 

Präsident Kaulen stellte im Folgenden die neuen Überlegungen zu Kirmes und Schützenfest den Mitgliedern vor. In Absprache mit dem Ehrenrat und motiviert durch die positiven Erfahrungen der Jubiläumskirmes war man überein gekommen, Schützenfest und Kirmes auf zwei Wochenenden zu verteilen. Dies ermögliche nicht nur (bei gutem Wetter) eine Königsinthronisation auf dem Marktplatz, sondern auch eine entspanntere Teilnahme jedes Schützenmitglieds an allen Veranstaltungen. Der traditionelle Königsball soll durch einen Kirmesball für alle Monschauer ersetzt werden, die Kinderbelustigung hingegen wieder in traditioneller Weise erfolgen. Die Mitglieder zeigten sich von den geplanten Veränderungen sehr angetan. Einige wiesen jedoch auf die Notwendigkeit hin, mit den anderen Vereinsvorsitzenden intensive Absprachen zu treffen. "Werden wir auch tun", versprach Präsident Kaulen, "wir wollten aber natürlich erst einmal unter uns Schützen Klarheit haben, ob wir das auch alles so machen wollen."

Insgesamt zeigte die Versammlung, dass viel geleistet, aber auch in Zukunft weiterhin viel zu tun war. Auch das Jahr 2012 verspricht nicht schon allein aufgrund der veränderten Abfolge von Schützenfest und Kirmes wieder spannend zu werden, auch wenn es diesmal kein Jubiläum zu feiern gibt. Der Abend dauerte noch lang an. Es gab viel zu besprechen - und natürlich gab es auch einige Runden zu geben. Auch eine Versammlung, in der es vorwiegend um Vereinsgeschäfte geht, kann dadurch schnell zur Feier werden...