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Monschau siegte mit deutlichem Vorsprung (20. November 2011)

Monschauer Bürgerschützen gewinnen das 55. Kleinkaliberschießen gegen Gemünd. Freundschaftlicher Wettkampf zwischen zwei alten Vereinen

Monschau.  Mit einem eigens gemieteten Bus waren die „Sebastianusschützen 1699“ aus Gemünd am Sonntagnachmittag zum Schießstand der Bürgerschützen nach Monschau gekommen, um wie in jedem Jahr gegeneinander anzutreten. Das 55. Treffen seit 1957endete mit einem deutlichen Sieg der Monschauer Favoriten. Dennoch wurde in ausgelassener Stimmung gemeinsam bis in den späten Abend gefeiert.

Christoph Kammers, der Brudermeister der Gemünder Schützen, gab in seiner Begrüßungsansprache der Hoffnung Ausdruck, dass seine Sportschützen in diesem Jahr den Pokal mit nach Hause nehmen würden. Der Monschauer Ehrenkönig Heinz Mertens hatte die Trophäe gespendet, nachdem im letzten Jahr nach einem dritten Sieg in Folge der bisherige Wanderpokal für immer in Monschau verblieben war. „Dieser Pokal hat eine Rückkehrautomatik“, gab Mertens humorvoll zu bedenken: „Selbst wenn er heute an Gemünd gehen sollte, wird er früher oder später nach Monschau zurückkehren!“

Gemünder beim Schießen
Schießaufsicht beim Wettkampf

Präsident und amtierende Monschauer Majestät Georg Kaulen wünschte „allen Schützen eine ruhige Hand. Möge der Bessere gewinnen!“ Damit meinte er augenzwinkernd insbesondere seine Schützenbrüder aus Monschau. Um aber die Chancen für alle gleich zu gestalten, verteilte er an alle Anwesenden kleine Schokoladentafeln. Die Schützenfreunde aus Gemünd waren mit ihrem derzeitigen Schützenkönig Reiner Müller angereist, der sich ebenfalls begeistert am Wettkampf beteiligte. Geschossen wurde hierbei mit dem Sportgewehr über eine Distanz von 50 Metern, jeweils fünf Schuss stehend-aufgelegt und liegend-freihändig. Gemünd schickte 15, Monschau 14 Teilnehmer ins Rennen, gewertet wurden jeweils die besten zehn. Hierbei zeigte sich recht schnell, dass die Gemünder Sebastianusschützen mit ihren Ergebnissen in diesem Jahr an die Monschauer nicht heranreichten. „Es macht sich auch bemerkbar, dass wir eine ganze Zeitlang nicht trainieren konnten“, erklärte Christoph Kammers, „aufgrund von Umbauarbeiten konnten wir unseren Schießstand mehrere Monate nicht nutzen.“

Wertung der Wettkampfscheiben
Wertung der Wettkampfscheiben

Gegen 17 Uhr 30 stand das Ergebnis fest: Die Heimmannschaft siegte mit 904 zu 851 Ringen deutlich. Sechs Monschauer Schützen hatten dabei mehr als 90 Ringe geschossen, was in diesem Jahr keinem der Gemünder Schützen gelingen wollte. Auch Manfred Müller, ihr tagesbester Schütze, blieb mit 88 Ringen noch darunter. Peter Dick, Tagessieger aus Monschau, erzielte 94 Ringe und zeigte damit seine bestechende Form. Hatten die Freunde aus Gemünd also eher einen schwarzen Tag erwischt, konnten die Sportschützen aus Monschau mit ihren Leistungen durchaus zufrieden sein.

Der Pokal bleibt in Monschau
Siegerfoto

Mit einigem Stolz konnten Präsident Georg Kaulen und Ehrenkönig Heinz Mertens den Pokal den eigenen Leuten überreichen, denn wieder einmal blieb dieser in Monschau, es war der mittlerweile 43. Sieg der Bürgerschützen. Für viele der Schützenbrüder aber sind die jährlichen Vergleichsschießen bei allem Wettkampf vor allem die willkommene Gelegenheit, einander zu treffen und gemeinsam zu feiern. An der Wand des Monschauer Vereinsheims hängt ein Ehrenteller aus Gemünd, den die Freunde zur 650-Jahr-Feier der Bürgerschützen im September überreicht hatten. Über 20 Gemünder waren danach Gast bei der Monschauer Hubertusfeier vor zwei Wochen. Und im Januar wird der Gegenbesuch in Gemünd erfolgen, für den Georg Kaulen schon einmal ankündigte: „Auch dort werden wir euch mit unserer Teilnehmerzahl toppen!“ Die Gemünder nahmen diese Ankündigung mit Freude auf.

Wertungstabelle